Medizinische Klinik III: Autologe Stammzelltransplantation

 

Die autologe Blutstammzelltransplantation wird im Klinikum Braunschweig seit 1999 durchgeführt. Pro Jahr werden hier über 30 Patienten transplantiert. Sie ist ein wichtiger Bestandteil in der leitliniengerechten Therapie des Multiplen Myeloms (Plasmozytom), bei Lymphomen, Leukämien und Keimzelltumoren.

Unter einer autologen Stammzelltransplantation versteht man die Rückinfusion körpereigener Stammzellen nach Chemotherapie. Die Stammzellen werden zuvor durch ein spezielles Blutseparationsverfahren, die sog. Leukapherese gewonnen und bis zu Ihrer Rückinfusion tiefgefroren aufbewahrt.  Die Mobilisierung und Gewinnung von Stammzellen erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Klinische Transfusionsmedizin am Klinikum Braunschweig (Chefarzt Dr. Garritsen).

Die autologe Stammzelltransplantation ermöglicht eine rasche Regeneration des Knochenmarkes nach Chemotherapie und erlaubt daher, hocheffektive Dosierungen anzuwenden.

Die Transplantationen werden in einer eigens dafür ausgerüsteten Station, der "Intermediate Care" (IMC 3) – Station durchgeführt. Die Zimmer sind mit einer speziellen Luftfilterung, einem Monitoring-System und einer Zugangsschleuse ausgestattet, so dass die Transplantationseinheit den modernsten Sicherheitsvorschriften genügt. So wird gewährleistet, dass die Zahl der Infektionen in der etwa 10 Tage dauernden Phase der akuten Immunschwäche (während die Stammzellen zur Regeneration des Knochenmarks und für die Bildung neuer Abwehrzellen sorgen), möglichst gering bleibt.
Unser ärztliches und pflegerisches Personal ist bestens vorbereitet auf die Betreuung autolog transplantierter Patienten.