Der ehemalige Krankenhaus-Standort Gliesmaroder Straße

Das Klinikum Gliesmaroder Straße ist der älteste der vier Betreibsteile des Städtischen Klinikums. Es wurde 1881/82, nach knapp vierjähriger Bauzeit, als Garnisonslazarett in Betrieb genommen. Die militärische Verwendung des Gebäudes wurde durch einen grau-grünen Farbanstrich und die Bezeichnung Krankenstuben statt Krankenzimmer mehr als deutlich.
 

Ebenso wie das Klinikum Celler Straße war auch das ehemalige Garnisonslazarett durch den Wandel der Zeit sehr geprägt und, insbesondere durch die Anbindung an das Militär, immer ein Spiegel des jeweiligen politischen Systems.
 

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges folgte die Umwandlung in ein ziviles Krankenhaus, das ab 1948 als Tuberkulosekrankenhaus eingerichtet wurde. Mit zunehmenden Erfolgen bei der Seuchenbekämpfung wurden die Fälle weniger und die Tbc-Station 1980 schließlich ganz geschlossen.
 

Die Stationen wurden zunächst als "Dependance" der Medizinischen Klinik des Klinikums Celler Straße geführt, bis 1991 die selbständig geleitete Medizinische Klinik IV gegründet wurde.


Von Juli 1975 bis September 2002 war auch die sozial-psychiatrische Abteilung (Tag- und Nachtklinik) in Pavillons auf dem Gelände untergebracht.

 

Der Standort wurde im Sommer 2012 aufgegeben, unmittelbar nach dem Umzug der Klinik an den Standort Celler Straße im Juni.