Be a flu fighter - Grippeschutzkampagne des Klinikums Braunschweig voller Erfolg

Veröffentlicht am 8. November 2018

Seit Ende September läuft im Klinikum Braunschweig die Kampagne „Be a flu fighter! Mach mit und kämpf mit uns gegen die Grippe“. Ziel ist es, Klinikumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter für die Grippeschutzimpfung zu gewinnen. Am gestrigen Mittwoch informierte sich Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann über die Aktion. „Wer Menschen heilt und pflegt, kann sich schnell anstecken und sie oder er kann das Virus auch auf bereits kranke Menschen übertragen - diese Beschäftigten sollten sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um andere und sich selbst zu schützen“, erklärte Dr. Carola Reimann ihr Interesse.

Eine Haltung, die auch Professor Wilfried Bautsch, Chefarzt des Instituts für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene am Klinikum, unterstützt: „Viele unterschätzen die Gefahren, die von einer richtigen Grippe ausgehen. Sie verwechseln diese oftmals mit einem „grippalen Infekt“, den man nach ein paar Tagen Bettruhe überstanden hat. Eine richtige Grippe verläuft deutlich schwerer und kann sogar tödlich enden. Das Risiko einer eigenen Grippeerkrankung und die damit einhergehende Gefährdung unserer Patienten wird leider immer noch unterschätzt, gerade auch von medizinischem Personal.“

„Um hier in unserem Haus entgegenzuwirken, haben wir im Spätsommer eine intensive Werbekampagne gestartet“, erläutert Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert. „Zusätzlich zu persönlichen Anschreiben an die Mitarbeitenden, werben wir mit einer unübersehbaren Plakataktion für die Kampagne. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Bereichen unserer Häuser fordern als flu fighter, also Grippekämpfer, mit ironisch überzeichneten kämpferischen Posen und Slogans zur Teilnahme auf. Ein weiterer Baustein ist der Einsatz von Impfteams, die quasi am jeweiligen Arbeitsplatz die Impfung vornehmen.“

Und die Kampagne trägt Früchte. Bislang ließen sich mit 1.300 Geimpften fast ein Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Braunschweig vor der Grippe schützen.


Klinikum Braunschweig: Pflegefachkraft Manuela Lindgren überzeugt mit Pilotstudie zu Dialyseverfahren und gewinnt Preis

Pflegedirektor Ulrich Heller und die stellvertretende Pflegedirektorin Birgit Walther (links) gratulierten Manuela Lindgren zu ihrer Auszeichnung.

Veröffentlicht am 7. November 2018

Doppelte Ehre für Manuela Lindgren: Auf der 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, eigentlich ein Fachkongress für Ärztinnen und Ärzte, hat in diesem Jahr erstmals eine Fachpflegekraft einen der begehrten Posterpreise gewonnen. Manuela Lindgren, die zu den nur vier Pflegefachkräften gehört, die in der Fachgesellschaft Mitglied sind, überzeugte die Fachjury mit einer Pilotstudie zur Bauchfelldialyse, einem von zwei möglichen Methoden das Blut zu von Giftstoffen zu befreien, wenn die Nieren versagen. Die Pflegefachkraft für Nephrologie aus dem Klinikum Braunschweig freut sich sehr über die Anerkennung.

Im Fokus des Kongresses in Berlin standen Innovationen und neuste wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die „Nierenlehre“, einen besonderen Stellenwert nahmen hierbei die Dialyseverfahren (Blutreinigung) ein. Manuela Lindgren präsentierte die Ergebnisse einer Pilotstudie, die sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit zur Weiterbildung zur Dialysefachkraft   durchgeführt hatte. Im Rahmen der Studie bewies Frau Lindgren dass bei der Bauchfelldialyse durch das Messen des Drucks in der Bauchhöhle die Menge an eingefüllter Flüssigkeit, des sogenannten Dialysates, so angepasst werden kann, dass die Behandlung keine Beschwerden verursacht und gleichzeitig die Effektivität der Blutreinigung erhöht wird. „Die dreißig Minuten, die der Test dauert, sind gut investierte Zeit im Sinne einer individuellen Patientenversorgung“, sagt Oberarzt Dr. Reinhard Wanninger, der vor 25 Jahren das Bauchfelldialyseprogramm in Braunschweig etablierte.

Lindgrens Poster ist eines von 14, die unter 327 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet wurden. Eine zusätzliche Anerkennung erhielt die Fachkraft auch von Ulrich Heller, Pflegedirektor des Klinikums Braunschweig, sowie dessen Stellvertreterin Birgit Walther. Heller: „Diese Auszeichnung macht deutlich, mit welchem Engagement unsere Mitarbeitenden hinter ihrer Arbeit stehen. Die Pflege hat ein großes Potenzial, auch im Bereich von Wissenschaft und Innovation.“ Große Unterstützung erhielt Lindgren auch von Prof. Dr. Jan T. Kielstein, Chefarzt Klinik für Nephrologie | Rheumatologie |Blutreinigungsverfahren, der nicht nur stolz auf sein Bauchfelldialyseteam ist, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Chirurgen lobt, die im letzten Jahr den 1000. Bauchfelldialysekatheter implantiert haben. Manuela Lindgren freut sich über die positive Resonanz: „Das macht mich natürlich stolz. Viel wichtiger ist allerdings der Fortschritt und die Qualitätsverbesserung für unsere Arbeit.“ Die Ergebnisse ihrer Studie wurden nicht nur in die alltägliche Arbeit integriert, sondern haben auch das Interesse über die Region hinaus geweckt – insbesondere für die Patientinnen und Patienten ein echter Gewinn.


Herz-Tag in Braunschweig 2018: „Herz außer Takt“

Veröffentlicht am 2. November 2018

Am Dienstag, 6. November 2018 von 15:30 bis 19 Uhr findet der diesjährige Herz-Tag unter dem Motto „Herz außer Takt“ statt.
Was tun, wenn das Herz aus dem Takt gerät? Beim großen Herz-Tag des Klinikums Braunschweig und der Deutschen Herzstiftung in der Stadthalle in Braunschweig klären die Spezialisten des Klinikums auf.

Die Veranstaltung richtet sich an Patienten, Angehörige und alle, die sich für das Herz interessieren.

„Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen und kann unbehandelt zum Verlust der Lebensqualität, zu Herzschwäche und zum Schlaganfall führen. Werden Sie aktiv, kommen zu unserem kostenlosen Herzseminar und erfahren Sie in allgemein verständlicher Weise von erfahrenen Ärzten, wie es zum Vorhofflimmern kommt und was man dagegen tun kann. Wir freuen uns auf Sie“, erklärt Professor Dr. Matthias P. Heintzen, Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßkrankheiten des Klinikums Braunschweig.

Der Einlass zu den Infoständen im Foyer beginnt um 15:30 Uhr. Dort haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Infostände der Klinik und anderer Gesundheitsanbieter zu besuchen und sich z. B. den Blutdruck messen zu lassen. Außerdem werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Herz- und Gefäßkrankheiten für persönliche Fragen zur Verfügung stehen.

Die Vortrags-Veranstaltung findet dann von 17 Uhr bis 19 Uhr im Großen Saal statt.

Fragen zu den Themenkomplexen können direkt zwischen den Vorträgen über die bereitgestellten Saalmikrofone gestellt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, bereits vorab schriftlich formulierte Fragen, zu der Veranstaltung mitzubringen und bei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Klinik abzugeben. Während der Veranstaltung wird Prof. Heintzen auf eine Auswahl der vorformulierten Fragen eingehen. Die verbleibenden Fragen werden im Laufe der folgenden Tage schriftlich oder telefonisch beantwortet.

Durch diese Veranstaltung soll mehr Verständnis für die Entwicklung und Verschlimmerung von Herzkrankheiten geweckt werden und durch entsprechende Vorbeugung oder Behandlung die Zahl von Herzerkrankungen reduziert werden.


Klinikum zählt erneut zu Deutschlands besten Krankenhäusern

Pflegedirektor Ulrich Heller, Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert und Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz (v.l.n.r.)
Bildquelle: Klinikum Braunschweig / Jörg Scheibe

Veröffentlicht am 26. Oktober 2018

Platz 36 unter den Top 100 Krankenhäusern des FOCUS- Rankings 2017. Bestes kommunales Krankenhaus in Niedersachsen

Das Städtische Klinikum Braunschweig steht im großen Klinik-Ranking des Magazins FOCUS wieder unter den 100 besten Krankenhäusern Deutschlands auf Platz 36 (bei 1170 untersuchten Krankenhäusern mit insgesamt 5.500 Kliniken). Rechnet man die Universitätsklinika, die die vorderen Plätze der Liste einnehmen, heraus, sind nur 5 nicht-universitäre Kliniken vor dem Klinikum Braunschweig. Besonders toll: Im Regionalranking belegt das Klinikum nach den Universitätskliniken Göttingen und Hannover Platz 3 und ist damit das beste niedersächsische Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft.

Insgesamt wurden 23 Fachgebiete und Erkrankungen bewertet, wie zum Beispiel Brust- und Prostatakrebs, Leukämie oder Strahlentherapie, wobei das Klinikum besonders in den Bereichen Prostatakrebs, Strahlentherapie und Unfallchirurgie zur Spitzengruppe zählt. Empfohlen wird es auch bei Brustkrebs, Leukämie, Multiple Sklerose sowie Herz-, Neuro-, Wirbelsäulen- und Viszeralchirurgie.

„Dieses Ergebnis bestätigt erneut den guten Ruf, den wir sowohl bei Patienten als auch bei niedergelassenen Ärzten genießen", ist sich Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert sicher. „Besonders freut uns, dass wir uns sowohl im Bundes- als auch Landesranking im Vergleich zum letzten Jahr um 11 bzw. 2 Plätze verbessert haben.“

Bei der Erstellung des Rankings bezogen die FOCUS-Redaktion und das unabhängige Institut MINQ aus München Kriterien wie z.B. Reputation/Empfehlung, Hygiene- und Pflegestandards sowie Patientenzufriedenheit mit ein. Weitere Beurteilungskriterien waren die Anzahl der Fachärzte und Pflegekräfte, Fallzahlen und die Eignung der Kliniken für Diabetiker.

„Gerade das Vertrauen der zuweisenden Ärzte aus der ganzen Region freut uns sehr", so der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz. Denn deren Empfehlungen haben bei der Befragung wesentlich zum Ergebnis beigetragen. „Auch in Zukunft wollen wir partnerschaftlich im Sinne der Patienten zusammenarbeiten."

Doch nicht nur die medizinische, sondern auch die pflegerische Qualität wurde zur Bewertung herangezogen. Dafür wurden die Qualifikation der Pflege- und Fachpflegekräfte sowie das medizinisch-pflegerische Angebot überprüft: „Ich bin stolz, dass unsere über 2.150 Mitarbeiter/-innen im Pflege- und Funktionsdienst zu diesem Erfolg beigetragen haben“, so Pflegedirektor Ulrich Heller.


Nationale Händehygiene-Kampagne macht Halt am Klinikum Braunschweig

Veröffentlicht am 23. Oktober 2018

Sie ist die weltweit teilnehmerstärkste und am längsten bestehende Kampagne zur Verbesserung der Händehygiene: Die 2008 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufene Kampagne „Clean Care is Safer Care“ und in Deutschland als - „Aktion Saubere Hände“ (ASH) bekannt. Am 25. Oktober 2018, von 9:30 bis 17:00 Uhr macht die ASH mit einem Lernmobil im Rahmen einer bundesweiten Aktion „ASH on Tour“ Halt am Klinikum Braunschweig auf dem Gelände des Bildungszentrums, Naumburgstraße 15 halt. Die Lernstationen sind offen für alle Mitarbeitenden medizinischer Versorgungszentren, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen der Region.

„Für uns ist es eine schöne Bestätigung, dass unsere Klinik als Station dafür ausgewählt wurde“, freut sich Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz. „Denn nur etwa 30 Haltestationen wurden bundesweit unter mehr als 1000 teilnehmenden Kliniken ausgewählt, ein Zeichen für das stete Engagement unserer Einrichtung für die Händedesinfektion. Im Rahmen des Aktionstags wird zusätzlich ein Workshop von der „ASH on Tour“ für die hygienebeauftragten Mitarbeitenden des Städtischen Klinikums angeboten, zu dem natürlich auch die umliegenden Kliniken und medizinischen Einrichtungen eingeladen sind. Um die Teilnahme zu ermöglichen, werden die hygienebeauftragten Mitarbeitenden der Klinik vom regulären Dienst freigestellt“, so Bartkiewicz weiter. „Wir wollen mit der Teilnahme bewusst ein positives Zeichen setzen: Unser Personal bei der Umsetzung der Händedesinfektion unterstützen und so letztendlich die Sicherheit unserer Patienten verbessern“, ergänzt Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch, Chefarzt des Institutes für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene.
 
In verschiedenen Lernstationen können sich alle Besucherinnen und Besucher des Lernmobils informieren und ihr Wissen rund um die Händehygiene erweitern. Das Ziel: Das Potenzial der Händedesinfektion besser auszuschöpfen. Da die Hände des Personals die wichtigsten Überträger von Krankheitserregern sind, ist die Händedesinfektion die effektivste Maßnahme, um Krankenhausinfektionen zu vermeiden [1].

Interaktive Lernstationen für nachhaltigen Erfolg
Ein Fokus des Aktionstages liegt auf der nachhaltigen Wissensvermittlung: Damit das Gelernte auch im Alltag abrufbar im Gedächtnis verankert wird, setzen die Experten der ASH auf interaktive Inhalte und spielerische Aufgabenstellungen. Dabei spielen auch Themen wie Empathie und psychosoziale Faktoren eine Rolle. Mitarbeiter sollen zur Reflexion ihres Verhaltens im Alltag angeregt und für die Bedeutung der Händedesinfektion für den Patientenschutz sensibilisiert werden.

„Bei der Händehygiene spielt die eigene Haltung eine ganz zentrale Rolle: Wir wollen ein besseres Bewusstsein dafür schaffen, was die Mitarbeiter mit einer besseren Händehygiene bewirken können“, erläutert das ASH-Team. Und genau das soll in dem begleitenden Workshop für Fachpersonal noch einmal gezielt thematisiert werden.

Wichtige Informationen auch für umliegende Einrichtungen, Patienten und Besucher
Die Händedesinfektion spielt nicht nur für Mitarbeitenden des Klinikums Braunschweig eine zentrale Rolle – auch in anderen Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen, Pflegediensten, Pflegeheimen oder Reha-Zentren ist die Händedesinfektion die wichtigste Einzelmaßnahme zum Schutz vor Infektionen. Am Aktionstag sind daher auch die umliegenden Einrichtungen eingeladen, am ASH-Mobil zu lernen, wann eine Händedesinfektion nützlich sein kann. Darüber hinaus sind auch Patienten und Besucher eingeladen, sich über eine gezielte Händedesinfektion zu informieren, um Krankenhausinfektionen vorbeugen zu können.

Quelle:

Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens, Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI), Bundesgesundheitsbl 2016 · 59:1189–1220.


Chefarzt der Transfusionsmedizin in internationales Gremium gewählt

Dr. Henk Garritsen, Chefarzt des Institutes für Klinische Transfusionsmedizin

Veröffentlicht am 10. Oktober 2018

Eine besondere Ehre wurde jetzt Dr. Henk Garritsen, Chefarzt des Institutes für Klinische Transfusionsmedizin, zuteil. Auf der Jahrestagung 2018 der American Association of Blood Banks (AABB) in Boston USA wurde er erneut zum Scientific Member von BEST Collaborative berufen.

BEST Collaborative (Biomedical Excellence for Safer Transfusion) ist eine Forschungsorganisation, in der mehr als 150 Unternehmen, Mediziner und Wissenschaftler aus 22 Ländern zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, durch internationale Studien Transfusionen von Blutprodukten und zelluläre Therapien weltweit zu standardisieren und sicherer zu machen.

„Ich bin natürlich sehr geehrt und freue mich, dass die Arbeit und Forschung unseres Institutes auch auf internationaler Ebene zu Verbesserungen im Bereich der klinische Transfusionsmedizin beiträgt“, so Dr. Garritsen.

Er selbst nimmt im Rahmen von BEST Collaborative an mehreren Studienprojekten im Bereich Zelluläre Therapie teil. Darüber hinaus begleitet er eine internationale Studie zur Evaluation pädiatrischer Transfusionsmedizin.

Weitere Informationen zu dem Gesamtprojekt sind unter der Adresse www.bestcollaborative.org zu finden.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch hier als PDF-Datei


"Kiwi" in der Kinderklinik: Junge Forscher messen Gehirnströme mit einer „Igelmütze“ und zentrifugieren im Labor

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Astrid Rabe zeigte den Kiwi-Forschern, wie man mit einer „Igelmütze“ Gehirnströme misst.
MTLA Amra Dumanjic erklärt den Schülerinnen und Schülern, wie die Zentrifuge im Labor funktioniert.

Veröffentlicht am 10. Oktober 2018

„Ich will einmal Arzt werden.“, „Als ich schon einmal im Krankenhaus war, hat es mir gut gefallen.“, „Es sind Ferien und hier ist es spannender als zu Hause.“ – Der Antrieb, im Rahmen der „Kiwi“-Forschertage vom Haus der Wissenschaft das Städtische Klinikum Braunschweig zu besuchen, war vielfältig. 16 Schülerinnen und Schüler durften diese Woche hinter die Kulissen der Kinderklinik in der Holwedestraße gucken, viele Fragen stellen und außergewöhnliche Erfahrungen sammeln.

Manuela Nowicki und Katja Koslowski, beide Erzieherinnen in der Kinderklinik, begleiteten die 10- bis 13-Jährigen auf ihren Pfaden durch das Krankenhaus. Dabei gab es vieles zu entdecken: Beim EEG durfte der 10-jährige Luca-Quentin im Selbstversuch ausprobieren, wie sich eine „Igelmütze“ anfühlt, mit der die Gehirnströme gemessen werden. Die anderen „Kiwi“-Forscher unterstützten die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Astrid Rabe tatkräftig dabei, die verschiedenen Elektroden zu befestigen. Im Labor gab es ebenfalls Wissenswertes. Die medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin (MTLA) Amra Dumanjic erklärte den interessierten jungen Forschern, wie eine Zentrifuge funktioniert, wie mit einem Blutanalysegerät wichtige Werte bestimmt werden und warum die Gerinnung des Blutes wichtig ist. Ein tiefer Blick ins Mikroskop rundete den Laborbesuch ab. Luca-Quentin war begeistert: „Die Moleküle und den Zellaufbau finde ich spannend. Es ist interessant, wie der Körper funktioniert.“ Weitere Stationen der jungen Forscher waren die Tagesklinik und die Unfallaufnahme. Viel Input, den die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause nehmen durften. Die 13-jährige Anna war bereits zum zweiten Mal mit „Kiwi“ in der Kinderklinik und bilanzierte: „Es hat mir gut gefallen. Ich will später auch einmal Ärztin werden.“

Prof. Dr. Hans Georg Koch, Chefarzt der Kinderklinik, zeigte sich erfreut über die gute Resonanz: „Die Kinderklinik beteiligt sich bereits seit einigen Jahren an den ,Kiwi‘-Forschertagen. Für uns ist das eine gute Gelegenheit, das Spektrum unserer Arbeit zu zeigen und junge Menschen für die unterschiedlichen Berufe im Krankenhauswesen zu begeistern.“


„Damit alles in meinem Sinne geschieht.“ Informationsveranstaltung zum Thema Patientenverfügung

Referent Prof. Dr. Jan T. Kiel-stein, Chefarzt der Klinik für Nephrologie; Rheumatologie und Blutreinigungsverfahren (Medizinische Klinik V)

Veröffentlicht am 9. Oktober 2018

„Was passiert mit mir, wenn ich durch Krankheit oder einen Unfall nicht mehr entscheiden kann, ob oder wie ich behandelt werde? Wie kann ich es regeln, dass alles in meinem Sinne geschieht?“ Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen und wollen durch eine Patientenverfügung vorsorgen. „Die Praxis zeigt aber, dass es ein großes Informationsbedürfnis in diesem Zusammenhang gibt“, so Professor Dr. Jan T. Kielstein, Chefarzt der Klinik für Nephrologie; Rheumatologie und Blutreinigungsverfahren und Mitglied des Vorstandes des Klinischen Ethikkomitees am Klinikum Braunschweig.

Aus diesem Grund lädt das Klinikum Braunschweig gemeinsam mit der Hospizarbeit Braunschweig e.V. zu einer Informationsver-anstaltung rund um das Thema Patientenverfügung ein. Die Veranstaltung findet statt am

15. Oktober 2018
18:00 Uhr
Großer Saal des Bildungszentrums Klinikum Braunschweig
Naumburgstraße 15
38124 Braunschweig


Prof. Kielstein wird zum Thema „Medizinische Behandlungen am Lebensende – was Ihr Behandlungsteam von Ihren Vorstellungen und Wünschen wissen sollte“ und Prof. Dr. Karl-Dieter Pardey von der Hospizarbeit Braunschweig e. V. über „Patientenverfügungen sind wichtig! Auch immer wirksam?“ referieren. Im Anschluss der Vorträge gibt es die Möglichkeit für Fragen.

Der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldung wird vorab gebeten. Bitte melden Sie sich entweder bei der Hospizarbeit Braunschweig e. V. unter 0531 16 477 oder per Mail an info@hospizarbeit-braunschweig.de oder beim Etikkomitee Klinikum Braunschweig unter 0531 595 1640 oder per Mail an KEK@klinikum-braunschweig.de an.


Erfolgreicher Examensabschluss

Im Klinikum Braunschweig haben 29 Auszubildende erfolgreich ihr Examen als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. als Gesundheits- und Krankenpfleger bestanden.

Veröffentlicht am 2. Oktober 2018

Erfolgreicher Examensabschluss des Kurses H15 im Städtischen Klinikum Braunschweig: 11 Auszubildende der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und 18 der Gesundheits- und Krankenpflege haben erfolgreich ihre Prüfungen bestanden. Die beste Auszubildende ist Inga Wiesner aus der Gesundheits- und Krankenpflege, sie hat alle drei Prüfungsteile (schriftlich, praktisch, mündlich) mit der Note "sehr gut" abgeschlossen.

Als Kursverantwortliche betreuten Stefanie Ziebuhr und Sigrid Henning die Azubis.


Klinikum Braunschweig: Prof. Dr. Matthias Antz wird ins europäische Zertifizierungs-Komitee für Elektrophysiologie berufen

Veröffentlicht am 27. September 2018

Große Anerkennung für Prof. Dr. Matthias Antz: Der Leitende Abteilungsarzt der Elektrophysiologie am Klinikum Braunschweig ist in das Zertifizierungs-Komitee für Elektrophysiologie der „European Heart Rhythm Association (EHRA)“ berufen worden. Die Ernennung fand im Rahmen des Europäischen Kongresses der „European Society of Cardiology (ESC)“ in München statt. Dort trafen sich Ende August mehr als 32.000 Herzspezialisten aus 156 Ländern. Präsentiert und diskutiert wurden während des Kongresses 400 kardiologische Themen, wobei Prof. Antz eine der wissenschaftlichen Sitzungen als Vorsitzender leitete.

Seine neue Funktion im europäischen Zertifizierungs-Komitee wird er für die Dauer von 2 Jahren ausüben und als Mitglied der dreiköpfigen „Standard Setting Group“ im „Subcommittee Electrophysiology“ vor allem den Nachwuchs im Blick haben: Diese Gruppe legt u.a. die Anforderungen für die 150 Fragen des jährlich stattfindenden europäischen Elektrophysiologie-Examens fest und beurteilt, ob nach bestandenem Examen diese Ärzte auch die praktischen Voraussetzungen erfüllen, um den begehrten Titel „EHRA Certified Electrophysiology Specialist (ECES)“ verliehen zu bekommen. Prof. Antz sagt: „Ich freue mich über diese Anerkennung und die Möglichkeit, die Qualitätsanforderungen an Elektrophysiologen in Europa mit festlegen zu können.“

Hintergrund:
Die „European Heart Rhythm Association (EHRA)“ ist eine Unterorganisation der „European Society of Cardiology (ESC)“ und hat mehr als 2000 Mitglieder aus aller Welt (Herzrhythmusspezialisten aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich). Der Leitsatz der EHRA ist die „Verbesserung der Lebensqualität und Verminderung des plötzlichen Herztodes durch Behandlung von Herzrhythmusstörungen“. Die EHRA ist eine wissenschaftliche Organisation mit Aufgaben wie der Ausbildung von Ärzten/Pflegekräften in der Rhythmologie, Veröffentlichung von Konsensus-Dokumenten und Positionsmanuskripten über Herzryhthmusstörungen, sowie die Zertifizierung von Ärzten und Pflegekräften in der Rhythmologie (mit besonderem Fokus im Bereich Vorhofflimmern, Elektrophy-siologie sowie implantierbaren Schrittmachern und Defibrillatoren).


Beherzter Einsatz in der Mittagspause – Pflege-Azubis retten einer Frau das Leben

Lukas Kleemann (links) und André Boettcher zeigten, dass sie das Wissen aus ihrer Ausbildung perfekt anwenden können.

Veröffentlicht am 24. September 2018

Für die einen war es eine ziemlich unvorhergesehene „praktische Prüfung“, für die andere ein großes Glück im Unglück: Vor kurzem haben André Boettcher (19) und Lukas Kleemann (21) einer Frau das Leben gerettet. Die beiden jungen Männer sind Auszubildende im ersten Lehrjahr an der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Klinikum Braunschweig und haben mit ihrem beherzten Handeln gezeigt, dass sie genau den richtigen Berufsweg eingeschlagen haben.

Rückblick: Ende August sind die beiden jungen Männer während ihrer Mittagspause in einem Einkaufszentrum unterwegs, als sie eine ältere Frau um Hilfe rufen hören. In einem Laden liegt eine andere Frau regungslos auf dem Boden, es ist Ulrike Jeromin. Die beiden Azubis erinnern sich: „Sie sah auf den ersten Blick zyanotisch aus, als ob sie nicht mehr atmen würde und ihre Gesichtsfarbe daher bläulich war.“ Das Erschütternde in diesem Moment: „Es waren zu diesem Zeitpunkt noch viele Menschen im Laden, die uns aber keine Auskunft darüber geben konnten, was geschehen war. Auch hatte keiner den Notruf angerufen. Wir forderten die Menschen auf, den Laden zu verlassen, aber sie reagierten nicht, schauten stattdessen auf ihre Smartphones.“

André Boettcher und Lukas Kleemann sind in dieser schwierigen Situation jedoch geistesgegenwärtig. Während André Boettcher den dringend erforderlichen Notruf absetzt, überprüft Lukas Kleemann die Vitalfunktionen – es ist weder Puls- noch Atemfrequenz vorhanden – und reanimiert die regungslose Frau. Mund-zu-Mund-Beatmung, Herz-Rhythmus-Massage, Vitalzeichenkontrolle – das Gelernte ihrer Ausbildung kann er ohne zu zögern anwenden und Ulrike Jeromin auf diese Weise wiederbeleben. Die Azubis berichten: „Recht schnell fing die Frau wieder selbst an zu atmen und es war wieder ein Puls tastbar. Sie war zeitlich und örtlich orientiert, wusste aber nicht, was geschehen war. Schließlich kamen die Notfallsanitäter, die sich ihr annahmen.“

Recht sachlich erinnern sich bei beiden: „Als die Notfallsanitäter kamen, war unsere Mittagspause schon fast vorbei und wir mussten schnell zurück in die Schule.“ Ihr Einsatz ist für die beiden selbstverständlich, für die wiederbelebte Ulrike Jeromin war es Rettung in letzter Sekunde. Mittlerweile ist sie wieder auf den Beinen und sich der Dramatik der damaligen Situation bewusst: „Die beiden sind meine Lebensretter! Ich finde es toll, dass junge Menschen diesen Beruf ausüben. Beide sind ja erst am Anfang ihrer Ausbildung, aber sie haben so schnell reagiert – Hut ab vor diesem Handeln.“  

Das sieht auch Ulrich Heller, Pflegedirektor des Klinikums Braunschweig, so und bedankte sich bei den beiden Auszubildenden: „Ich finde Ihre Haltung herausragend. Sie haben Ihr Wissen bestens eingebracht.“

Michaela Picker, Leiterin der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe zeigte sich ebenfalls begeistert von dem Einsatz der beiden Schüler: „Es ist ein tolles Gefühl festzustellen, dass unsere Ausbildung ihr Ziel erreicht: Handlungskompetenz. Die Lehrenden und Lernenden arbeiten bei uns sehr engagiert zusammen und erhalten viel Unterstützung von den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis. Darauf sind wir stolz und freuen uns über das große Engagement unserer Auszubildenden.


Internationaler Tag der Patientensicherheit

Chief Digital Officer Dr. Raimar Goldschmidt

Veröffentlicht am 07. September 2018

Digitalisierung ist allgegenwärtig in unserem Alltag. Dieses gilt auch für den Gesundheitssektor. Ob speichern, der Gesundheitsdaten auf der elektronischen Patientenkarte oder buchen des nächsten Arzttermin mittels einer APP direkt vom Smartphone aus.

Was passiert mit all meinen Daten, die durch das Internet gesendet werden? Wie sieht es mit der Datensicherheit aus?

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS), der ganz  im Zeichen der Digitalisierung steht, lädt das Klinikum Braunschweig ein zum Vortrag

„Digitalisierung und Patientensicherheit“ am 17. September 2018, 16:00 Uhr im Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig, Naumburgstraße 15, 38124 Braunschweig.

Dr. Raimar Goldschmidt, Chief Digital Officer des Klinikums Braunschweig, wird über die verschiedenen Bereiche der Digitalisierung im Klinikum informieren. Am Ende des Vortrages gibt es viel Raum für Fragen.

Der Eintritt ist frei.


Gesamtes Klinikum Braunschweig ist gemäß DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert

Klinikum-Geschäftsführer Dr. An-dreas Goepfert (links) präsentiert gemeinsam mit am Audit beteilig-ten Mitarbeiterinnen und Mitarbei-tern das Zertifikat gemäß DIN EN ISO 9001:2015.

Veröffentlicht am 10. September 2018

Das Städtische Klinikum Braunschweig ist jetzt erfolgreich nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert worden. „Die Zertifizierung bezieht sich auf das gesamte Klinikum“, unterstreicht Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert. „Das ist insofern herausragend, weil andere Krankenhäuser sich in der Regel nur in Teilbereichen zertifizieren lassen.“ Entsprechend aufwendig und langwierig seien die Vorbereitung und Umsetzung der Zertifi-zierung für das Klinikum gewesen. Dr. Goepfert: „Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitwirkenden.“

Die Entscheidung der Betriebsleitung, zu der neben dem Geschäftsführer auch der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz und Pflegedirektor Ulrich Heller gehören, für die Gesamtzertifizierung fiel bereits im Jahr 2013. In der Folge wurde das Qualitätsmanagement im gesamten Klinikum ausgebaut, für alle Kliniken und Abteilungen etwa 250 Qualitätsmanagementbeauftragte ausgebildet, ein internes Auditsystem etabliert, ebenso ein alle Bereiche umfassendes Dokumentenmanagementsystem.

„Ziel war es, alle im Klinikum angewendeten qualitätsbezogenen Dokumente zentral in einem Software-System zu hinterlegen, um diese für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter transparent und zugänglich zu machen“, erläutert Silke Ruschmeyer, die seit 2014 die Stabsstelle Qualitätsmanagement im Klinikum leitet. Damit seien alle Strukturen und Prozesse im Klinikum im Sinne der DIN EN ISO 9001 einsehbar bzw. nachvollziehbar gemacht worden. Zuletzt überprüften Auditoren im Klinikum an Ort und Stelle die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems.

Die ISO 9001 beschreibt in sieben Hauptkapiteln die wesentlichen Anforderungen eines Qualitätsmanagementsystems. Eine wichtige Anforderung dabei ist die Prozessorientierung, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt. Die ISO 9001 ist eine internationale Norm, die ihren Ursprung in der Industrie hatte. Mit der technisch geprägten Sprache wurde die Norm zunächst wenig für das Qualitätsmanagement im Krankenhaus genutzt. Mitt-lerweile hat sich dies aber grundlegend geändert. Die ISO 9001 wird bran-chenübergreifend genutzt, so auch für das Qualitätsmanagement im Krankenhaus.


Simulierte OP an einer Kokosnuss: Verkehrssicherheitstag „Survial“ für 200 Braunschweiger Schülerinnen und Schüler

Operation an der Kokosnuss: Die Ärzte der Neurochirurgischen Klinik simulierten eine Kopfoperation, bei der die Kinder an einer Kokosnuss Original-Operationsinstrumente benutzen konnten.

Veröffentlicht am 22. August 2018

Kopfverletzungen sind die häufigste Todesursache von Kindern und jungen Menschen. Die schlimmen Folgen sind nur durch Vorbeugen zu vermeiden. Deshalb fand am vergangenen Mittwoch zum 10. Mal im Gymnasium Raabeschule Braunschweig der Verkehrserziehungstag „SURVIVAL“ für 200 Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen des Gymnasiums, der Realschule am Kennedyplatz und der Haupt- und Realschule Sickte statt.

Die Schülerinnen und Schüler kamen bereits auf ihrem Weg zum Raabegymnasium an einem vom Präventionsteam der Polizei gestellten Fahrradunfall und sowie einem vom ADAC „gecrashten“ Smart vorbei. In der Schule angekommen, wurden sie über Unfallsituationen, Gewalteinwirkungen bei Kollisionen, Verkehrssituationen und Sichtbarkeit im Straßenverkehr informiert. Anschließend konnten die Kinder an sieben interaktiven Stationen herausfinden, wie sie selbst Unfälle möglichst verhindern und ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen können.

Der ADAC erklärte mit der „Aktion Auto“ die Länge des Brems- und Reaktionsweges: Die Kinder führten selbst eine Vollbremsung in einem Fahrzeug durch. Im Überschlagssimulator erlebten sie die Wirkung des Sicherheitsgurtes. Beim ADAC Fahrradparcours ging es dann um Geschicklichkeit und Sicherheit auf dem Rad.

Zwei Sanitäter der Johanniter-Unfallhilfe erklärten die Ausrüstung ihres  Rettungswagens sowie das richtige Absetzen eines Notrufes und Erste Hilfe.

An einem LKW wurde die Größe des „Toten Winkels“ demonstriert. Die Kinder konnten dabei auch die Position des Fahrers einnehmen und nachvollziehen, wo seitlich und hinter dem Fahrzeug Gefahrenzonen be-stehen. An weiteren Stationen wurden die besonderen Gefahren durch schnelle motorisierte Zweiräder erklärt und durch Bundesligakämpfer des Braunschweiger Judoclubs gezeigt, wie man richtig fällt, ohne sich zu verletzen.

Die Ärzte der Neurochirurgischen Klinik simulierten eine Kopfoperation, bei der die Kinder an einer Kokosnuss Original-Operationsinstrumente benutzen konnten. Bei einem „Eier-Crashtest“ wurde geprüft, aus wieviel Meter Höhe ein durch einen kleinen Helm geschütztes Ei fallen kann, ohne Schaden zu nehmen.

Abschließend wurde mit den Kindern das Erlebte besprochen und die Schulen führten Projekttage zur Nachbearbeitung durch. Dabei wurden auch Fragebögen über Kenntnisse und Risikobewusstsein im Verkehr ausgefüllt.

Konzipiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „SURVIVAL – Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen“ von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik des Städtischen Klinikums Braunschweig. „SURVIVAL“ fand erstmals 2009, gefördert durch eine Spende der Stiftung Braunschweiger Land in Höhe von 20.000 Euro, statt. Unterstützt wird das Projekt vom Klinikum Braunschweig, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt e.V., der Spedition Wandt, dem Braunschweiger Judo-Club, der Johanniter-Unfallhilfe und dem Rotary-Club Braunschweig Hanse.

„SURVIVAL“ ist durch die großzügigen Spenden und die Mitwirkung zahlreicher Freiwilliger für alle Beteiligten kostenfrei, einschließlich der Anreise und des Mittagessens vom Zwergenlunch. In zehn Jahren wurden be-reits circa 1700 Kinder unterrichtet. „SURVIVAL“ hat zwei Auszeichnungen durch die Stiftung „Kinderunfallhilfe“ und die „Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie“ erhalten.


Freunde von „Frühchen“-Eltern spenden 3635 Euro für eine „beeindruckend gute Betreuung“ – Palliativarbeit wird gestärkt

Kerstin Hermann (links) und Janek Schley (2. von rechts) wünschten sich zugunsten der Kinderintensivstation Spenden anstatt Geschenke. Darüber freuten sich der Leitende Abteilungsarzt Dr. Jost Wigand Richter (2. von links), Stationsleiterin Lydia Schneider (Mitte) und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Jenny Knaak.

Veröffentlicht am 21. August 2018

Es war nicht nur ein Zeichen der Verbundenheit, sondern auch der Anerkennung für eine wertvolle Arbeit: Kerstin Hermann und Janek Schley spendeten 3635 Euro für die Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des Klinikums Braunschweig. Anfang des Jahres wurde hier in der Kinderintensivstation die frühgeborene Tochter einer engen Arbeitskollegin von Kerstin Hermann medizinisch betreut. Der Lebensweg der kleinen Marlene endete leider nach nur 10 Tagen. In dieser schwierigen Situation fühlten sich die Eltern Johanne Heitkamp und Claas Hillebrand in den „besten Händen“. „Wir haben uns vom ersten Tag an super aufgehoben gefühlt und waren nachhaltig beeindruckt von der guten Betreuung.“

Damit auch andere Eltern in einer ähnlichen Lage von guten Rahmenbedingungen profitieren können, entstand die Idee für die Spende. Die stolze Summe war bei einer gemeinsamen Geburtstagsparty von Kerstin Hermann und Janek Schley zusammen gekommen, für die sie sich Geld anstelle von Geschenken gewünscht hatten. „Wir wollten, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird und haben mitbekommen, was für eine wertvolle Arbeit hier geleistet wird“, erläuterte Janek Schley. Der Leitende Abteilungsarzt Dr. Jost Wigand Richter bedankte sich herzlich: „Das ist eine große und willkommene Hilfe. Wir werden das Geld dort einsetzen, wo es besonders den Eltern zu Gute kommt.“ Denkbar sei laut Stationsleiterin Lydia Schneider beispielsweise die Ausbildung einer Krisenbegleiterin oder die Palliativausbildung für eine Mitarbeiterin: „Das ist etwas sehr Sinnvolles, denn den Umgang mit den Eltern in akuten Krisensituationen ist kein Bestandteil der normalen Ausbildung.“


Klinikum Braunschweig gründet Digital-Tochter skbs.digital

Die Betriebsleitung des Klinikums Braunschweig (1.v.l. und 2.v.l.) Pflegedirektor Ulrich Heller, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz und Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert (1.v.r.) freuen sich gemeinsam mit den neuen Geschäftsführern der Tochtergesellschaft „skbs.digital“ (2.v.r. und 3.v.r.) Lars Anwand und Dr. Raimar Goldschmidt über die Neugründung.

Veröffentlicht am 21. August 2018

In Deutschland gilt das Gesundheitswesen, trotz Wachstum der Branche, als Schlusslicht in Sachen Digitalisierung. Digitale Innovationen für den Gesundheitssektor verheißen aktuell ungeahnte Perspektiven. Um diese für die Region Braunschweig künftig weiter auszubauen, hat das Klinikum Braunschweig mit der skbs.digital GmbH eine neue Unternehmenstochter gegründet. Mit ihrer Hilfe plant das Klinikum zum führenden Anbieter innovativer digital unterstützter Gesundheitsangebote in Deutschland aufzusteigen. Das Unternehmen soll neue Geschäftsfelder generieren und Trendsetter in der Digitalisierung werden. Es wird seine Leistungen auch Dritten anbieten.

„Es geht nicht nur um die Verbesserung von IT-Unterstützung im Betrieb des Klinikums, sondern um die zukunftsfähige Positionierung des Klinikums in der Versorgungslandschaft“, verdeutlicht Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert die ernste Lage. „Während Patienten, Mitarbeiter und Partner des Klinikums zeitgemäße Technologien und Services erwarteten, stocken insbesondere private und freie gemeinnützige Krankenhauskonzerne ihre Investitionen in die Digitalisierung erheblich auf. Auf Dauer ist dieser Zustand auch eine wirtschaftliche Bedrohung für das Klinikum Braunschweig“, so Dr. Goepfert weiter.

Um dem entgegenzuwirken, hat das Klinikum 2017 eine Digitalisierungsstrategie entwickelt und ein Projekt zur digitalen Transformation gestartet. Ziel ist es, vom reaktiven zum aktiven Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen zu werden. Als Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft hat das Klinikum eine besondere Verantwortung für die Region. Das gilt für die Attraktivität der Arbeitsplätze und dem Bestreben, für den Service am Patienten die Vorteile neuer Technologien bestmöglich zu erschließen.

Die Digitalisierung erfordert kreative Köpfe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der skbs.digital arbeiten am IT Campus Braunschweig, Westbahnhof 11 in einem OpenWorkspace. Aktuell sucht die skbs.digital weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Digitalisierung im Gesundheitswesen als Chance mit Weiterentwicklungspotenzial sehen. Nähere Informationen finden Sie auf www.skbs.digital

„Skbs“ steht im Namen als Kürzel für Städtisches Klinikum Braunschweig. Die neu gegründete GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Klinikums. Geschäftsführer sind Dr. Raimar Goldschmidt, Chief Digital Officer des Klinikums und Lars Anwand, Leiter des Geschäftsbereiches Medizinische Leistungen im Klinikum.

Zum Städtischen Klinikum Braunschweig gGmbH gehören neben der skbs.digital vier weitere Tochtergesellschaften: Klinikum Braunschweig Bistro GmbH, Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH, Klinikum Braunschweig Textilservice GmbH und Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Städtischen Klinikum Braunschweig GmbH.


„Regenbogenfahrer“ der Deutschen Krebsstiftung zu Besuch in der Kinderklinik

Mutmacher auf Rädern in Braunschweig
Begrüßten die Regenbogenfahrer:
Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser, Martin Klockgether, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Stadt Braunschweig, Dr. Wolfgang Eberl, Leitender Abteilungsarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz und Dr. Thomas Lampe, 1. Vorsitzender der Weggefährten zusammen mit Thomas Knöller.

Veröffentlicht am 20. August 2018

Seit 26 Jahren veranstaltet die Deutsche Kinderkrebsstiftung die „Regenbogenfahrt“ und ist zum dritten Mal zu Besuch in der Kinderklinik Holwedestraße. Bei dieser Mut-Mach-Tour fahren ca. 50 junge Erwachsene, die im Kindesalter selbst an Krebs erkrankt waren, mit dem Fahrrad quer durch Deutschland. Auf ihrer über 500 Kilometer langen Route von Bielefeld bis nach Erfurt besuchen die „Regenbogenfahrer“ Kinderkrebszentren und Elterngruppen. Als Mutmacher zeigen sie, dass Heilung, Zuversicht und ein Leben nach der Erkrankung möglich sind.

Kleine und große Patientinnen und Patienten der Kinderkrebsstation, Eltern und Angehörige, der Elternverein „Weggefährten Braunschweig“ sowie Mitarbeitende des Klinikums, begrüßten heute Vormittag mit bunten Fahnen die ca. 50 Mutmacher auf ihren Rädern.

Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz begrüßte stellvertretend für das Klinikum Braunschweig die Besucherinnen und Besucher: „Ich freue mich sehr, dass Sie bei uns einen Zwischenstopp einlegen und unseren kleinen Patientinnen und Patienten Hoffnung und Mut geben. Sie alle sind der beste Beweis dafür, dass Krebs heilbar ist. Es ist toll, dass Sie da sind und uns durch Ihr Projekt Freude nach Braunschweig bringen.“ „Ein wunderbarer Aspekt bei der Regenbogenfahrt ist die einmalige Möglichkeit für die Betroffenen, Partnerbeziehungen mit den ‘Regenbogenfahrern‘ aufzubauen. Auf Augenhöhe können sich die Kinder und Jugendlichen mit ehemals Erkrankten über Sorgen, Nöte und Hoffnungen austauschen. Eine bessere Motivation gibt es nicht“, ergänzt Dr. Thomas Lampe, 1. Vorsitzender der Weggefährten der Elternhilfe zur Unterstützung tumorkranker Kinder Braunschweig e.V.

Ohne E-Bikes und elektronischer Unterstützung sind die ca. 50 „Regenbogenfahrer“ am Samstag von Bielefeld gestartet. Ziel der Tour ist es, am 25. August 2018 in Erfurt einzutreffen und auf diesem Weg so viele onkologische Einrichtungen wie möglich zu besuchen. Thomas Knöller, leidenschaftlicher Regenbogenfahrer drückt sein Engagement folgendermaßen aus: „Wir freuen uns sehr über den herzlichen Empfang am Klinikum Braunschweig. Für uns steht die Familie in all seinen Facetten im Mittelpunkt. Vom Schönsten bis zum Schrecklichsten und vom Schrecklichsten zum Schönsten. Wir „Regenbogenfahrer“ der Deutschen Krebsstiftung zu Besuch in der Kinderklinik möchten auf die Schnittstelle zwischen Weinen und Lachen aufmerksam machen, denn genau in dieser Schnittstelle zwischen Tränen und Freude entsteht überall ein kleiner Regenbogen. Gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen, deren Familien, Freunden, Angehörigen, medizinisch-pflegerischem Personal und allen weiteren Helfern möchten wir gemeinsam feiern. Wir alle, die hier stehen, waren selbst einmal erkrankt und wissen genau, wie sich jeder Betroffene hier fühlt, und kennen auch die Sorgen der Eltern. Bei unseren Begegnungen und Gesprächen reicht es uns, wenn wir nur eine Nasenlänge mehr an Lebensfreude in den Herzen der Menschen eröffnen können.“

Weitere Informationen zu der Regenbogenfahrt und über die Tour 2018 finden Sie auf https://www.regenbogenfahrt.de/home.html

Die „Weggefährten“ wurden von betroffenen Eltern und Mitgliedern des Klinikpersonals im September 2002 gegründet. Derzeit besteht der Verein aus 39 aktiven, 59 fördernden und 18 erweiterten Mitgliedern.


Klinikum-Mitarbeiterin wird stellvertretende Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen

Nora Wehrstedt aus dem Klinikum Braunschweig ist stellvertretende Präsidentin der niedersächsischen Pflegekammer.

Veröffentlicht am 20. August 2018

Nora Wehrstedt, Pflegefachleitung in der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (HTG) im Städtischen Klinikum Braunschweig, ist zur stellvertretenden Präsidentin der neugegründeten niedersächsischen Pflegekammer gewählt worden. Präsidentin ist Sandra Mehmecke, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Medizinischen Hochschule Hannover. Nora Wehrstedt ist mit 26 Jahren jüngste Vizepräsidentin einer Kammer für Gesundheitsberufe in Deutschland und bildet mit Präsidentin Sandra Mehmecke bundesweit das derzeit einzige ausschließlich weiblich besetzte Präsidium einer Kammer.

Niedersachsen verfügt mit dem neu konstituierten Gremium nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein über die dritte und bisher größte Pflegekammer Deutschlands. Diese ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Pflegekammer ist den etablierten Heilberufskammern (z. B. Ärztekammer, Apothekerkammer) gleichgestellt. Mindestens 80.000 Pflegefachkräfte mit Abschlüssen in der Altenpflege, Gesundheits- und Kranken- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sind Mitglieder in der Kammer. Sie regelt künftig durch eine Berufsordnung die Rechte und Pflichten der Pflegefachkräfte. Damit stellt sie eine sachgerechte und professionelle Pflege der Bevölkerung sicher. Darüber hinaus berät die Pflegekammer Niedersachsen Behörden in Fragen der Gesetzgebung und nimmt damit Einfluss auf die weitere Entwicklung der Pflege in Niedersachsen.


Informationsabende zu Schwangerschaft und Geburt

Veröffentlicht am 17. August 2018

Die Geburtshilfe des Klinikums lädt am Dienstag, 21. August 2018, um 19 Uhr zum Informationsabend für werdende Eltern in das Bildungszentrum, Naumburgstraße 15, 38126 Braunschweig, ein.

Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr Fragen beschäftigen die werdenden Eltern. Ob es nun um die Geburt selbst oder um die Unterbringung und Versorgung geht.

Lernen Sie unsere Geburtsklinik und das Team kennen. Während eines Vortrages geben Ihnen unsere Spezialisten, wie Fachärzte/-ärztinnen der Frauenklinik, Kinderärzte/-ärztinnen, Pflegefachkräfte und Hebammen, einen Einblick in die Arbeit im Kreißsaal und beantworten alle Fragen, die Sie beschäftigen.

Die kostenfreien Veranstaltungen finden einmal pro Monat um 19:00 Uhr im Bildungszentrum statt. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Die aktuelle Terminübersicht finden Sie hier.


"Happy" dank Spende - Therapiehund in der Geriatrischen Klinik

Freuen sich zusammen mit einer Patientin und einem Patienten über den neuen „Kollegen“: Dr. Andreas Schwitzke, Chefarzt der Medizinischen Klinik IV / Geriatrie, Fördervereinsvorsitzende Christine Wolnik und Psychologin Christine Uhlmann (v.l.n.r.).

Veröffentlicht am 14. August 2018

„Happy“, so heißt der neue Teilzeitmitarbeiter der Geriatrischen Klinik in der Celler Straße. Er ist acht Jahre alt, schwarzhaarig und läuft auf vier Pfoten. „Happy ist ein Therapiebegleithund mit einer 18-monatigen Ausbildung“, erläutert Julia Koch. Die ausgebildete Physiotherapeutin und Therapiehundbegleiterin besucht zusammen mit dem Retriever zweimal im Monat Patientinnen und Patienten in der Geriatrischen Klinik. „Therapiebegleithunde unterstützen Therapeutinnen und Therapeuten bei ihrer Arbeit.“

„Für viele der Patientinnen und Patienten ist der Kontakt mit Happy so etwas wie ein sozialer Katalysator“, berichtet die zuständige Psychologin Christine Uhlmann. „Innere Anspannungen lösen sich, die Frauen und Männer öffnen sich emotional und kommen ins Gespräch.“

Ermöglicht wird dieses besondere Therapieangebot durch den „Förderverein des Klinikums Braunschweig“. „Wir haben eine Privatspende zur Unterstützung der Arbeit der Geriatrischen Klinik erhalten“, so Vereinsvorsitzende Christine Wolnik, „eine Teil dieser Spende verwenden wir, um Happy zu engagieren.“


Feuerwehreinsatz in der Kinderklinik – zum Spaß

Die Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Riddagshausen zeigten den kleinen Patienten der Kinderklinik, wie ihre Einsätze im Ernstfall ablaufen.

Veröffentlicht am 27. Juli 2018

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Riddagshausen waren in der Kinder- und Jugendklinik in der Holwedestraße im Einsatz – allerdings nur zum Spaß. Denn Max Wehner, Kinderkrankenpfleger der Station K5, und selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann hatte seine Kameraden eingeladen, um den Kindern einen kurzweiligen Nachmittag zu bereiten. Ihre Motivation: „Wir wollten den Kindern eine Freude machen und eine Möglichkeit geben, aus dem für sie öden Klinikalltag zu entfliehen“, erläuterte Max Wehner. Daher fuhr er mit seinem Team und dem Feuerwehrauto ins Klinikum. Nachdem die kleinen Patienten der Stationen K1, K2 und K5 das Einsatzfahrzeug anfangs nur ehrfürchtig bestaunt hatten, probierten sie unter Anleitung kurz darauf bereits das zielgenaue Löschen mit Wasser selbst aus. Max Wehner und seine Feuerwehrkameraden zeigten ihre Ausrüstung und demonstrierten, wie sie sich bei einem Einsatz fortbewegen. „Neben den kleinen Patienten der einzelnen Stationen haben wir auch Kinder, die von uns behandelt werden, aber gerade nicht stationär hier verweilen, mitsamt ihren Eltern eingeladen“, sagte Irmgard Schene vom Psychosozialen Dienst Kinderonkologie.


Erfolgreiche Abschlussprüfung für Notfallsanitäter

Freuen sich über die erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen: die neuen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter.

Veröffentlicht am 25. Juli 2018

Feierliche Premiere: Der erste Ausbildungsjahrgang der Notfallsanitäterschule am Klinikum Braunschweig erhielt jetzt nach erfolgreicher Abschlussprüfung die Zeugnisse. Nach Gründung der Notfallsanitäterschule im Jahre 2014 startete zum 1. August 2015 die erste Ausbildung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit 13 Schülerinnen und Schülern. Die Auszubildenden kommen aus den Bereichen der Berufsfeuerwehr Braunschweig, dem Deutschen Rotem Kreuz, den Johanniter, dem Arbeiter Samariter Bund und den Malteser.

„Den Wandel gestalten“ das ist der Leitsatz, unter dem die Notfallsanitäterschule begonnen hat, die Ausbildung des neuen Gesundheitsfachberufes aufzustellen. Ziel dabei ist es, die Ausbildung des zukünftigen Rettungsfachpersonals an den aktuellen Herausforderungen auszurichten und zu stärken.

Exemplarische Aufgaben der dreijährigen Ausbildung sind: In Zeiten anschwellender Einsatzzahlen und steigender Erwartungshaltung, Notfallmedizin auf dem aktuellen Stand zu praktizieren und die weitere medizinische Versorgung von Notfallpatienten optimal einzuleiten. Als regionaler Partner für notfallmedizinische Versorgung und medizinische Bildung hat das Klinikum Braunschweig diese Herausforderung gemeinsam mit dem Träger Rettungsdienst und den am Rettungsdienst beteiligten Organisationen Berufsfeuerwehr Braunschweig, Deutschen Rotem Kreuz, den Johanniter, dem Arbeiter Samariter Bund und den Malteser angenommen. Aktuell werden in drei Jahrgängen die Fachkräfte von morgen „fit“ für ihren täglichen Dienst am Bürger unserer Region gemacht. In nachempfundenen Situationen des rettungsdienstlichen Alltags schafft ein multiprofessionelles Team täglich Lerngelegenheiten für die „Nachwuchsretter“.  Der Lehrplan beinhaltet zum Beispiel die Fragestellungen, wie dosiere ich Notfallmedikamente richtig und gehe mit unerwarteten Wechselwirkungen um? Oder auch der Umgang mit extremen Situationen und die eigene Gesunderhaltung im beruflichen Kontext werden gelehrt. Um die aktuellsten Erkenntnisse des neuen Gesundheitsfachberufes möglichst wirksam aufzubereiten und eine gute Vorbereitung auf die berufliche Tätigkeit zu bieten, werden unterschiedlichste Ansätze aus Pädagogik und Bildungswissenschaft kombiniert. 


Vierfaches Zwillingsglück auf der Geburtsstation am Klinikum Braunschweig

Ikram El Yazidi ist glücklich über den doppelten Familienzuwachs.
Auch Jenny Schridde, Julia Uhlemann und Patricia Dindogru freuen sich ihre Zwillinge mit nach Hause zunehmen.

Veröffentlicht am 23. Juli 2018

Vier auf einen Streich – vier gesunde Zwillingspärchen begrüßte das Klinikum Braunschweig in der vergangenen Woche. Yrsa Milena und Svea Anouk Uhlemann, Maryam und Houda Chahid, Greta und Frida Dindogru sowie Laura und Ben Lochmann erblickten zwischen 18. und 19. Juli 2018 gemeinsam in der  Frauenklinik Celler Straße das Licht der Welt.

Seit Anfang des Jahres kamen 1352 Babys, und davon 39 Zwillinge zur Welt. Damit liegt die Geburtsstation, wie im Vorjahr auf Rekordkurs.

„Dass die Zahl der Mehrlingsgeburten so hoch ist, kann verschiedene Gründe haben“, sagt Privatdozent Dr. Heiko B. G. Franz, Chefarzt der Frauenklinik. „Wir sind sehr stolz darauf, dass uns werdende Eltern ihr Vertrauen schenken und uns als Geburtsklinik auswählen.“  

Generell steigt die Zahl der Geburten im Klinikum Braunschweig seit Jahren. 2016 wurde erstmals die 2000er-Marke geknackt. Insgesamt 2254 Neugeborene waren es im vergangenen Jahr, davon 72 Zwillinge.

Die Patientinnen fühlen sich bei Chefarzt Privatdozent Dr. Heiko B. G. Franz und seinem Team ganz offensichtlich sehr gut aufgehoben. Die hier arbeitenden Ärztinnen und Ärzte, Hebammen sowie Pflegefachkräfte bieten menschliches Einfühlungsvermögen gepaart mit höchster Kompetenz - auch im Falle notwendiger Intensivbetreuung von Mutter und Kind. Väter oder andere Vertrauenspersonen dürfen der Geburt, auf Wunsch, ebenfalls beiwohnen. „Wir tun alles, um Mutter und Kind die größtmögliche Sicherheit in jeder Situation zu gewährleisten. In unserem Kreißsaal sind rund um die Uhr spezialisierte Fachkräfte vor Ort, die sich um das individuelle Anliegen der werdenden Mutter und ihrem Kind kümmert. Vor allem bei Komplikationen können wir als Perinatalzentrum Level I schnell und kompetent durch die Wand-an-Wand-Lösung unserer Kreißsäle und der Kinderintensivstation agieren“, erklärt Chefarzt Dr. Franz.

Wenige Situationen im Leben berühren Menschen emotional so sehr wie die Geburt ihres eigenen Kindes. Gerade deshalb ist es für die Mitarbeitenden des Klinikums wichtig, eine angenehme Atmosphäre für den großen Augenblick zu schaffen, Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen zu vermitteln und gleichzeitig ein Höchstmaß an medizinischer Sicherheit zu garantieren. So gilt auch für werdende Eltern: Im Klinikum Braunschweig sind sie in guten Händen.


Förderverein des Klinikums spendet Balkonmöbel für Palliativstation

Saßen schon einmal Probe auf den neuen Balkonmöbeln (von links): Chefarzt Prof. Dr. Jürgen Krauter, Ute Fuchs, palliativmedizinische Koordinationspflegekraft, Dr. Frauke Rösick, leitende Oberärztin, sowie Christine Wolnik, Vorsitzende des Fördervereins.

Veröffentlicht am 23. Juli 2018

Auf dem Balkon der Palliativstation am Standort Celler Straße laden neue Sitzmöbel zum gemütlichen Verweilen unterm Sonnenschirm ein. Ermöglicht hat das der Förderverein des Klinikums Braunschweig mit einer Spende in Höhe von 800 Euro.
„Das wird unsere Patienten erfreuen“, sind sich leitende Oberärztin Dr. Frauke Rösick und die Vorsitzende des Fördervereins, Christine Wolnik, sicher. Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Krauter, Chefarzt der Medizinische Klinik III - Hämatologie und Onkologie, und weiteren Mitarbeitern nutzten sie die Gelegenheit zum Probesitzen. Ihr Fazit: „In dieser Loungegarnitur aus Polyrattan lässt es sich sehr bequem sitzen.“
Ab dem 1. September wird die Palliativstation von bisher acht Betten (zwei Doppel- und vier Einzelzimmer) sukzessive auf zwölf Betten erweitert. In den Einzelzimmern können auf Wunsch auch Begleitpersonen aufgenommen werden. Auf dem Flur gibt es zudem einen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, der ebenfalls von Patienten und ihren Angehörigen genutzt werden kann.
„Der Palliativbereich ist integraler Bestandteil des Onkologischen Zentrums“, erläutert Oberärztin Dr. Frauke Rösick. Behandelt werden demnach Patienten mit nicht heilbaren Tumorerkrankungen. Ziel ist es jedoch nicht, ausschließlich Patienten in der unmittelbaren „Finalphase“ zu begleiten. Etwa 90 Prozent der Behandelten werden nach ein- bis zweiwöchiger Therapie wieder entlassen. Aufgenommen werden Patienten, die sich in einer kritischen Phase ihrer Erkrankung befinden und eines hohen Bedarfs an Informationen, Beratung, therapeutischer Begleitung und Zuwendung bedürfen. Wird die Diagnose einer nicht heilbaren Krebserkrankung gestellt, so bedeutet dies für die Betroffenen eine Zäsur in ihrem Leben mit weitreichenden Folgen auf der körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Ebene.
Im palliativmedizinischen Ansatz werden die Patienten daher multiprofessionell betreut. Dem Team gehören neben Ärzten und Pflegefachkräften auch Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Sozialarbeiter, eine Seelsorgerin und ein Kunsttherapeut an. Auch die Ernährungsberatung ist ein wichtiger Aspekt. Die Angehörigen der Patienten werden in die Betreuung und Beratung einbezogen.

Mit jedem Patienten wird gemeinsam ein individueller Therapieplan erstellt, um die Betroffenen optimal zu behandeln. Im geschützten Umfeld und mit Unterstützung gelingt es den meisten Patienten, im Rahmen ihrer Erkrankung persönliche Perspektiven zu entwickeln und Wünsche oder Ziele für die verbleibende Lebenszeit zu formulieren. „Die Behandlung umfasst auch eine umfangreiche Beratung und Planung sowie Organisation der weiteren Pflege des Patienten in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten, ambulanten Pflegediensten, Palliative Care Teams und dem ambulanten Hospizdienst, aber auch stationären Einrichtungen und dem Hospiz“, so Dr. Rösick.


Medizinstudentinnen und -studenten der Universität Bratislava zu Gast im Klinikum

Zu Gast in Braunschweig: 28 angehende Ärztinnen und Ärzte aus der Slowakischen Republik informierten sich drei Tage über das Klinikum Braunschweig.

Veröffentlicht am 13. Juli 2018

28 angehende Medizinerinnen und Mediziner aus der Slowakischen und Tschechischen Republik waren in dieser Woche zu Gast im Klinikum Braunschweig.

Im Rahmen eines dreitägigen Sommer-Camps erhielten sie aus erster Hand Informationen über die Arbeit der verschiedenen Kliniken und Abteilungen des Hauses sowie über Arbeitsmöglichkeiten und –perspektiven für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.„Der Kontakt zu den Studentinnen und Studenten kam auf einer Job Messe in Bratislava im Frühjahr zustande“, so Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Braunschweig. „Gerade für die gut ausgebildeten jungen Ärztinnen und Ärzte aus unseren osteuropäischen Nachbarländern bietet unser Haus hervorragende Arbeits- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Beide Seiten würden daher von eine möglichen Tätigkeit bei uns profitieren.“ Neben den fachlichen Informationen gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm, um die Stadt und Region Braunschweig kennenzulernen.


„Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ - Kinderklinik erhält erstmals die Zusatzbewertung „Plus“

Freude über die Auszeichnung bei (von links nach rechts) Pflegedienstleitung Michael Lüdicke, Dr. Jost Wigand Richter, Leiter der Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, Prof. Dr. Hans Georg Koch, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, sowie Privatdozent Dr. Johannes Leonhardt, Leiter der Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie.

Veröffentlicht am 6. Juli 2018

 

Freude im Klinikum Braunschweig: Erneut hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin das Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ erhalten. In dieser Bewertungsrunde erhielt die Kinderklinik zudem ein PLUS ("+") dafür, dass sie jederzeit die operative Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch einen Arzt für Kinderchirurgie sicherstellt.

Gründer der Aktion ist die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD). Die Anerkennung ist jeweils auf zwei Jahre befristet und soll somit eine stetige Verbesserung der stationären und ambulanten Versorgung in den Kinderkliniken unterstützen. Eltern können dadurch überprüfen, ob die gewünschte Kinderklinik in Ihrer Umgebung die Qualitätskriterien einer guten Klinik erfüllt.

Die Kinderklinik, unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Hans Georg Koch, hat sich freiwillig dieser strengen Qualitätsprüfung unterzogen und erfüllt bereits seit der ersten Auszeichnung 2012 alle Kriterien ausnahmslos. Die Kriterien zum Erwerb des Zertifikates richten sich auf personelle und fachliche Anforderungen der Klinik, räumliche Einrichtung und technische Ausstattung sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnisqualität.

„Ich freue mich sehr über dieses Qualitätssiegel, meinem Team und mir ist die kontinuierliche Behandlung unserer kleinen und großen Patienten auf höchstem Niveau besonders wichtig. Denn an erster Stelle stehen für uns die Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. Hans Georg Koch, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Diesen Teamgeist unterstreichen auch Privatdozent Dr. Johannes Leonhardt, Leiter der neuen Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie, der das zusätzliche „Plus“ in der aktuellen Auszeichnung zu verdanken ist, Dr. Jost Wigand Richter, Leiter der Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, sowie Pflegedienstleitung Michael Lüdicke.

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden alle Erkrankungen des Neugeborenen-, Kindes- und Jugendalters behandelt. Besondere Versorgungsschwerpunkte liegen in der Früh- und Neugeborenenmedizin, der Behandlung von Krebs- und Tumorerkrankungen, Neuropädiatrie sowie der Gastroenterologie.

Damit sich die kleinen Patienten so wohl wie möglich fühlen, spielen und basteln vier Erzieherinnen mit den Kindern; eine Psychologin und eine Krankenseelsorgerin haben ein offenes Ohr für Probleme. Eine Sozialarbeiterin berät in sozialmedizinischen Fragestellungen. Es stehen zudem speziell ausgebildete Physiotherapeutinnen zur Verfügung; eine Diät-Assistentin informiert in Fragen der Ernährung. Die Klinik bietet eine Reihe von Spezialsprechstunden zu verschiedenen Krankheitsbildern an und stellt durch eine Notfall-Ambulanz mit 24-Stunden-Bereitschaft eine lückenlose Versorgung sicher.


Prof. Wiggermann folgt auf Prof. Schörner als neuer Chefarzt des Instituts für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin

Veröffentlicht am 3. Juli 2018

Im Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin des Klinikums Braunschweig ist zum 1. Juli Prof. Dr. Philipp Wiggermann als neuer Chefarzt gestartet. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Schörner an, der in den Ruhestand geht.

Prof. Dr. Wolfgang Schörner kam 1992 aus dem Berliner Universitätsklinikum Rudolf-Virchow-Krankenhaus nach Braunschweig und leitete seitdem das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin. Prof. Schörner erhielt seine klinisch-wissenschaftliche Ausbildung am Klinikum Charlottenburg, Universitätsklinik der Freien Universität Berlin. Seit 1986 ist er Facharzt für Radiologie und erlangte ein Jahr später die Schwerpunktqualifikation für Neuroradiologie. Im Jahr 1988 habilitierte er und wurde auf eine Professur für Radiologie an der Freien Universität Berlin berufen. Von 1988 bis zur Übernahme der Chefarztstelle in Braunschweig war er Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Rudolf-Virchow (heute Charité Campus Vichow-Klinikum). Der 65-Jährige wurde in New York geboren, ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne.

„Mit Prof. Dr. Schörner verlieren wir eine wertvolle Führungskraft in unserem Klinikum. Er ist nicht nur ein guter Arzt, sondern hat auch stets einen hohen Anspruch an die Qualität der Arbeit in seinem Team gelegt. Besonders wichtig war ihm die Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren, so auch die breite klinische Einführung von MRT und PET-CT am Klinikum Braunschweig. Durchaus wehmütig entlassen wir ihn nach 26 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand“, sagt Ulrich Markurth, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert resümiert: „Prof. Dr. Schörner hat die Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin in unserem Haus entscheidend geprägt und kontinuierlich weiter entwickelt. Sein Bestreben, sich in einem stets wandelnden Fachgebiet immer mit dem höchsten Standard zu messen, ist beispielhaft.“ Prof. Schörners besonderer Fokus lag auf dem Gebiet der Röntgen-Computertomographie und Magnetresonanz-Tomographie (Kernspintomographie).

Der 40-jährige Prof. Dr. Philipp Wiggermann ist Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie und war zuletzt als Leitender Oberarzt am Institut für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg tätig. Der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz freut sich, dass mit Prof. Wiggermann der Beste ausgewählt worden ist, um das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin mit neuen Spektren weiterzuentwickeln. Bartkiewicz: „Neben Bildgebung soll vor allem das Zukunftsfeld der interventionellen – minimalinvasiven – Therapie des Krebszentrums und des Schlaganfallzentrums auf universitärem Niveau weit voran gebracht werden.“ Der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz ist sich sicher, dass der gebürtige Westfale die neue Herausforderung optimal meistern wird. „Prof. Dr. Wiggermann ist dynamisch und zielstrebig. Er bringt ein beeindruckendes Fachwissen mit und wird gemeinsam mit seinem Team das hohe Niveau des Instituts halten und weiter ausbauen.“

Der 1977 in Münster geborene Wiggermann studierte Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Bielefeld, Wien und Warwick, bevor er 2002 – zurück in der österreichischen Hauptstadt – das Studium der Humanmedizin aufnahm. Nach seiner Promotion 2007 war er an den Universitätskliniken von Münster, Dresden und Regensburg tätig. In Regensburg erlangte er 2013 den Titel Facharzt für Radiologie und 2016 den Titel Facharzt für Neuroradiologie, wurde 2014 zuerst Oberarzt und 2016 Leitender Oberarzt des Instituts für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Regensburg.

Prof. Wiggermann ist Spezialist für Interventionellen Radiologie. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit stellen hierbei die onkologischen Interventionen (z.B. in Leber, Lunge, Knochen und Prostata) dar. Als Leitender Oberarzt war Wiggermann nicht nur für den klinischen Betrieb seiner Abteilung verantwortlich, sondern setzte mit der Gründung des Zentrums für Radiologisch-Interventionelle Onkologie (RIO) am Universitätsklinikum Regensburg einen neuen Meilenstein in seinem Fachgebiet.

Prof. Dr. Wiggermann ist ein gefragter Fachreferent und -publizist. Für seine zahlreichen Veröffentlichungen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet.

Sein persönliches Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen klinischen Partnern des Klinikums Braunschweig zu verfestigen und auszubauen. Besonders freut sich der angehende Chefarzt auf die neuen Kolleginnen und Kollegen in Braunschweig. Er verspricht: „Ich werde ihnen mit viel Kollegialität begegnen. Sie und meine künftigen Patientinnen und Patienten können ein hohes Maß an Engagement von mir erwarten.“


Mehr Patienten, mehr Personal und wirtschaftlich stabil - Jahresabschluss 2017 für das Klinikum Braunschweig

Sie freuen sich über mehr Patienten, mehr Personal und eine stabile Wirtschaftslage: v.l.n.r. Pflegedirektor Ulrich Heller, Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz und Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert.

Veröffentlicht am 2. Juli 2018

Der Umsatz des Klinikums Braunschweig lag 2017 bei rund 320 Mio. Euro und es wurde ein Jahresüberschuss von ca. 480.000 Euro erwirtschaftet.

„Zunächst möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums Braunschweig auch in diesem Jahr dafür danken, dass sie rund um die Uhr dazu beitragen, die medizinische und pflegerische Versorgung der Menschen unserer Stadt, aber auch der Region, sicherzustellen“, so Ulrich Markurth, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, zu Beginn der Präsentation des Jahresabschlusses.

Rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, sichert das Klinikum Braunschweig als Maximalversorger die Versorgung der Patientinnen und Patienten aus Braunschweig und der Region. Jährlich erhalten rund 265.000 Bürgerinnen und Bürger stationär oder ambulant lebensrettende medizinische Versorgung bei akuten Beschwerden, chronischen Leiden bis hin zu schweren Unfällen.

„Dass sich die Menschen in unseren Häusern gut versorgt wissen, zeigt sich auch in der weiter gestiegenen Patientenzahl. Mehr als 65.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr stationär und über 200.000 ambulant behandelt.“ Leider würde dieses sich nicht zwangsläufig eins zu eins auf das Jahresergebnis auswirken, so Oberbürgermeister Markurth: „Nach wie vor verhindern gesetzliche Regelungen, dass Leistungszuwächse auch zu entsprechend steigenden Erlösen führen“.

„Krankenhäuser in Deutschland stehen unter einem großen wirtschaftlichen Druck, dieses gilt auch für Häuser in kommunaler Trägerschaft“, ergänzte Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert. „Einerseits werden erbrachte Leistungen durch die Krankenkassen nicht immer kostendeckend refinanziert, wie z.B. die Notaufnahmen, andererseits sehen sie sich mit einem hohen Investitionsbedarf in den Bereichen Infrastruktur und Medizintechnik gegenüber.“

Das weiterhin positive Jahresergebnis des Klinikums Braun-schweig führt Dr. Goepfert in erster Linie auf zwei Faktoren zurück: „Zum einen haben wir konsequent die Ergebnisse unserer Analysen hausinterner Strukturen, Arbeitsprozesse und Investitionen in unser wirtschaftliches Handeln einfließen lassen. Zum anderen wirken sich unsere Aktivitäten im Bereich Digitalisierung positiv auf unsere wirtschaftliche Situation aus. So können wir durch die Technologiepartnerschaft mit Siemens Healthineers eine medizinisch hochwertige Versorgung der Patienten bei gleichzeitiger guter Planbarkeit der Kosten und Investitionssicherheit sicherstellen. Die Bereiche Digitalisierung und Prozessoptimierung werden deshalb weiter Arbeitsschwerpunkte für das Klinikum bleiben.“

Mitarbeitende
Mit fast 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus sowie rund 780 in den Tochtergesellschaften ist das Klinikum Braunschweig einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die Personalkosten sind daher mit knapp 203 Mio. Euro der größte Posten in der Jahresbilanz. Im Vergleich zum Jahr 2016 sind sie um 9 Mio. Euro gestiegen.

In den verschiedenen Berufsgruppen arbeiten rund 540 Ärzte und 2.150 Pflegekräfte sowie 550 Mitarbeiter im medizinisch-technischen Dienst, ca. 490 in den sonstigen Diensten (Verwaltung, Wirtschaft, Technik etc.) und 260 Auszubildende.

Konzern Klinikum Braunschweig
Die vier Tochtergesellschaften Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH, Klinikum Braunschweig Textilservice GmbH, Bistro Klinikum Braunschweig GmbH sowie Medizinische Versorgungzentren am Städtischen Klinikum Braunschweig GmbH verzeichneten 2017 zusammen einen Jahresumsatz von mehr als 25 Millionen Euro.


Bessere Refluxdiagnose dank Spende des Fördervereins

Präsentieren freudig das neue Gerät für die 24-Stunden-pH-Metrie-Impedanz-Messung (von links): Oberarzt Dr. Ignatius Akuma Che, Chefarzt Prof. Dr. Max Reinshagen und Christine Wolnik, Vorsitzende des Fördervereins.

Veröffentlicht am 21. Juni 2018

Dank einer Spende durch den Förderverein des Klinikums Braunschweig verfügt die Medizinische Klinik I (Gastroenterologie, Stoffwechselkrankheiten und Endokrinologie) nun über modernste Möglichkeiten, pH-Metrie-Impedanz-Messungen im Ösophagus vorzunehmen. Erkrankungen der Speiseröhre wie z. B. Reflux (lat. „Rückfluss“, in diesem Fall aus dem Magen) lassen sich damit schneller und verlässlicher diagnostizieren.

Als Ösophagusmanometrie wird die Bestimmung des Drucks (Manometrie) in der Speiseröhre (Ösophagus) mittels eines Katheters bezeichnet. Bei der 24-Stunden-pH-Metrie-Impedanz-Messung wird eine dünne Sonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt. „Dort verbleibt sie für 24 Stunden und wird an einem Speichergerät angeschlossen“, erklärt Oberarzt Dr. Ignatius Akuma Che, der die Apparatur bedient. 

Das Speichergerät wird mit einer Handtasche über die Schulter getragen. Konnte bislang mit der alleinigen pH-Metrie nur der saure Reflux gemessen werden, kann jetzt mit der Impedanz-pH-Metrie jeder Reflux (sauer, nicht sauer, flüssig oder gasförmig) gemessen und festgestellt werden, ob er Beschwerden verursacht. Sogenannte Impedanzelektroden messen den elektrischen Widerstand, der durch den Speiseröhreninhalt bestimmt wird. 

Die High-Resolution-Manometrie (HRM) dient der Diagnose von Schluckstörungen. Es können Störungen des oberen und unteren Schließmuskels sowie der tubulären Speiseröhre erfasst werden. Die Manometriesonde muss einmalig über die Nase eingeführt werden. Dank der hohen Anzahl von 36 Sensoren auf der Sonde können gleichzeitig Druckwerte des kompletten tubulären Ösophagus sowie der beiden Schließmuskel aufgezeichnet werden. Die Druckwerte werden in sogenannte „Farbplots" umgewandelt, die die Auswertung am Monitor vereinfachen.

Die Anschaffung des Apparates erfolgte gemeinsam mit der Chirurgischen Klinik, da die Untersuchungsmethoden auch eingesetzt werden vor Reflux-Operationen oder Operationen an den Schließmuskeln der Speiseröhre. Prof. Dr. Max Reinshagen, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, bedankte sich bei Christine Wolnik, Vorsitzende des Fördervereins: Von den rund 45.000 Euro für die gesamte Apparatur habe der Förderverein 10.000 Euro übernommen. „Wir sind sehr dankbar, denn das moderne Gerät ist hier in der Region selten anderswo im Einsatz zu finden.“


Das Team der Kinderchirurgie will kleinen Patienten die Angst vor dem Krankenhaus nehmen

(v.l.n.r.) Vorsitzende des Fördervereins Christine Wolnik, „Patientin Marie“ und Abteilungsleiter Privatdozent Dr. Johannes Leonhardt freuen sich über das Informationsheft für Kinder.

Veröffentlicht am 18. Juni 2018

Die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie des Klinikums Braunschweig hat neben einen Kurzfilm nun auch ein kleines Informationsheft für Kinder veröffentlicht.

Viele Kinder haben Angst vor Ärztinnen/Ärzten und vor dem Krankenhaus, der unbekannten Umgebung, den möglichen Schmerzen und dem Alleinsein. Die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie hat es sich mit dem Informationsheft und dem Kurzfilm „Keine Angst im Krankenhaus“ zur Aufgabe gemacht, Kindern das „Mysterium Krankenhaus zu erklären, einen positiven Gesamtüberblick zu geben und dadurch Ängste und Sorgen zu minimieren. Die „Patientin Marie“ erzählt über ihren Krankenhausaufenthalt in der Kinderchirurgie, vom Tag der Anmeldung bis zur Entlassung. Der Mix aus realen Bildern der Hauptprotagonistin und den bunten Illustrationen soll es den Kindern und Eltern erleichtern, sich in den „Kosmos Krankenhaus“ hineinzuversetzen.

„Leider ist manchmal ein Aufenthalt im Krankenhaus unvermeidlich. Zum Schmerz kommt oftmals die Angst vor der ungewohnten Umgebung und den unbekannten Gesichtern hinzu. Diese Ängste möchten wir durch unseren Kurzfilm und unser neues Informationsheft für Kinder sowohl unseren kleinen Patientinnen und Patienten, als auch den Eltern nehmen. Ein herzlicher Dank geht an unsere Protagonistin „Marie“, welche jede Szene mutig gemeistert hat, das ärztlich-pflegerischen Team und vor allem an unseren Förderverein“, erklärt Privatdozent Dr. Johannes Leonhardt, Leitender Abteilungsarzt der Kinderchirurgie und Kinderurologie.

Finanziert wurde das Informationsheft für Kinder durch die großzügige Unterstützung vom Verein „Freunde und Förderer e. V. des Städtischen Klinikums Braunschweig“. Der gesamte Vorstand war von Anfang an begeistert. Die Vorsitzende, Christine Wolnik, erläutert: „Bereits 2014 haben wir für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Standort Holwedestraße das Wimmelbuch-Projekt unterstützt, welches bis heute von Groß und Klein sehr begehrt ist. Das Informationsheft in der Kinderchirurgie greift denselben Grundgedanken auf. Durch das Heft, in Ergänzung mit dem Kurzfilm, bieten wir Eltern die Möglichkeit an, sich gemeinsam mit ihren Kindern auf eine anstehende Behandlung und Operation vorzubereiten. Mit Hilfe von „Marie“, lernen die Kinder nicht nur die Abläufe im Krankenhaus besser zu verstehen, sondern teilen mit ihr auch das Abenteuer Klinikaufenthalt.“

Den Kurzfilm „Keine Angst im Krankenhaus“ finden Sie auf unserer Homepage unter: https://www.klinikum-braunschweig.de/infofilm-kinderchirurgie.


Dr. Richter ist neuer Leiter der Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin

Dr. Richter

Veröffentlicht am 29. Mai 2018

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Braunschweig hat einen neuen Abteilungsleiter für den Bereich Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin. Dr. Jost Wigand Richter hat die neu geschaffene Position seit dem 1. April inne. Der 48-Jährige war zuvor Oberarzt der Abteilungen Neonatologie sowie Neuropädiatrie im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. Er ist Facharzt für Kinder und Jugendmedizin, Neonatologie sowie Neuropädiatrie.

Der Ärztliche Direktor Thomas Bartkiewicz erläutert: „Aufgrund der Wichtigkeit und der Spezialisierung in der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin war es wichtig, eine eigenständige Abteilung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zu gründen. Dies ist strategisch notwendig gewesen, um den Anforderungen einer hochspezialisierte Versorgung von kleinsten Neugeborenen/Frühchen auf universitärem Niveau für die Zukunft weiterhin gerecht zu werden.“ Prof. Hans Georg Koch, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, ergänzt: „Die Stelle der neuen Abteilungsleitung mit Dr. Jost Wigand Richter zu besetzen, war ein Glücksfall. Er erfüllt alle Erwartungen, die wir an diese neue Abteilung und dessen Leitung knüpfen. Dazu zählt auch die Stärkung einer eigenen ärztlichen Nachwuchsförderung.“

In der Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin am Klinikum Braunschweig werden neben Neu- und Frühgeborenen auch schwer kranke Kinder aller Altersstufen in engem Verbund mit der Kinderklinik sowie der Abteilung für Kinderchirurgie betreut. Dabei umfasst die Abteilung zwei eng verzahnte Bereiche: den  Intensivbereich am Standort Celler Straße im Perinatalzentrum mit einer Wand-an-Wand-Versorgung mit dem Kreißsaal sowie den Spezialpflegebereich für die nicht intensivtherapiepflichtigen Neu- und Frühgeborenen am Standort Holwedestraße. Im kommenden Jahr ist eine Zusammenlegung beider Bereiche am Standort Celler Straße geplant. Dadurch soll das Perinatalzentrum weiter gestärkt werden und die bestmögliche Versorgung von Früh- oder erkrankten Neugeborenen ohne belastende Krankentransporte gewährleistet werden. Darüber hinaus soll die direkte Mit-Aufnahme von Eltern, zunächst im Spezialpflegebereich, weiter ausgebaut werden.

Bei der Neuorientierung der Abteilung kann Dr. Richter seine langjährigen Erfahrungen in einem der größten Perinatalzentren Niedersachsens einfließen lassen. Sein Ziel ist es, am Klinikum Braunschweig die familienzentrierte Betreuung innerhalb der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin zu stärken und auf der Grundlage der bereits etablierten entwicklungsfördernden Pflege weiter auszubauen. Dr. Richter hat hierbei insbesondere die Einbindung von Familien mit früh geborenen Kindern im Fokus: „Statt Freude über die Geburt stehen oft Angst und Sorgen im Vordergrund. In dieser besonderen Situation integriert die familienzentrierte Betreuung die Eltern und Familien in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Fachpersonen.“ Hierbei gehe es vor allem darum, die Familien in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Richter: „Die Eltern werden durch das interprofessionelle Team umfassend informiert, in die gemeinsame Pflege und Versorgung ihres Frühgeborenen integriert und dadurch aktiv in den Betreuungsprozess involviert.“


175 Kinder und Jugendliche durften im Klinikum hinter die Kulissen schauen

Einmal das Innere eines Rettungswagens erkunden. Am eigenen Körper ausprobieren, wie sich ein EEG anfühlt.  Erfahren, welche Herausforderungen ein Schlaganfall-Patient meistern muss. All das und vieles mehr durften am heutigen Donnerstag 175 Mädchen und Jungen erleben – direkt vor Ort und ganz nah dran. Denn zum Zukunftstag hatte das Klinikum Braunschweig seine Tore für interessierte Schülerinnen und Schüler geöffnet. Diese hatten die Möglichkeit, an den drei Standorten Holwedestraße, Celler Straße und Salzdahlumer Straße in die verschiedensten Berufsfelder hinein zu schnuppern. Das Angebot war riesig: Insgesamt 20 Stationen und Bereiche des Maximalversorgers nahmen sich an diesem Tag Zeit, den Kindern und Jugendlichen einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren. So konnten die 10- bis 16-Jährigen u.a. hinter die Kulissen der Pathologie, Transfusionsmedizin, Apotheke, Chirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Pneumologie und der Kinderklinik werfen.

Bei der Einteilung der Kleingruppen wurde während der Planung viel Wert auf die Philosophie des Zukunftstages gelegt, nach der Mädchen die Möglichkeit bekommen sollen, „typische Männerberufe“ kennen zu lernen und Jungen „typische Frauenberufe“. So erkundeten Mädchengruppen beispielsweise die Bereiche IT und Technischer Dienst und Jungen lernten in der Küche den Beruf der Diätassistentin – oder besser gesagt, des Diätassistenten – kennen. Auch der Pflegeberuf wurde den Jungen näher gebracht. „Wir brauchen mehr Auszubildende in der Pflege. Für Männer scheint dieser Beruf noch weniger interessant zu sein – das wollen wir ändern“, erläutert Andrea Koch, Organisatorin der Veranstaltung und Gleichstellungsbeauftragte des Klinikums. Der Zukunftstag sei eine wichtige Möglichkeit, den Nachwuchs frühzeitig für verschiedene Berufe zu begeistern.

Zu den vielen engagierten Klinikums-Mitarbeitenden, die für die Schülerinnen und Schüler spannende Angebote vorbereitet hatten, gehört auch Ergotherapeutin Mona Bachmann. Sie zeigte den Teilnehmenden, wie Schlaganfall-Patienten lernen, sich mit nur einer Hand anzuziehen oder ein Brot zu schmieren. Die Idee des Zukunftstages findet sie toll: „Für uns ist es eine gute Möglichkeit, Werbung für unseren Beruf zu machen, denn der ist bei vielen jungen Leuten kaum bekannt.“ Die vielen Stationen kamen bei den Mädchen und Jungen gut an. „Ich finde den Zukunftstag gut, weil man hier mitmachen darf und nicht nur zuhören muss“, erklärte Marissa (12). Besonders interessant sei die Themenvielfalt gewesen.  

Dass das Klinikum Braunschweig ein attraktiver Arbeitgeber mit einem breiten Spektrum an Berufen ist, wird auch durch die starke Resonanz beim Zukunftstag bestätigt. „Die Plätze waren innerhalb von anderthalb Wochen alle vergeben“, so Andrea Koch.


Fußballnationalmannschaft besucht Kinderklinik in der Holwedestraße

Brachten kranken Kindern viel Freude: Spieler und Betreuer der U21-Nationalmannscha
U-21 Fußballnationalmannschaft

Veröffentlicht am 26. März 2018

Vor ihrem WM-Qualifikationsspiel gegen Israel besuchte ein Teil der U21-National-Elf die Kinderstation in der Holwedestraße. Für mehr als 20 Kinder war es ein tolles Erlebnis, einige der U21-Fußball-Europameister von 2017 hautnah zu erleben. "Es ist bei uns Tradition, dass wir soziale Einrichtungen in unseren Spielorten besuchen", so Ronny Zimmermann, Vizepräsident des DFB. "Die Spieler machen das auch gern, eigentlich wollten heute 13 aus dem Team mitkommen, aber in unseren Bussen war nur Platz für neun."

Dass ihnen der Besuch am Herzen lag, war den Spielern und ihren Betreuern anzumerken. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde durch Trainer Stefan Kuntz folgte der informelle Teil: Die Nationalspieler spielten und redeten mit den Kindern, verteilten Geschenke und signierten die mitgebrachten Trikots. Außerdem übergaben sie einen symbolischen Scheck über 2.500 EURO für die Arbeit der Kinderklinik. Nach gut 90 Minuten mussten die Spieler wieder zum Training. Das Spiel gegen Israel gewannen sie 3:0.


Institut für Klinische Transfusionsmedizin sucht dringend weitere Blutplättchenspender aus der Region Braunschweig

Michael Menrad, Diplom Ingenieur, spendet seit 2005 Thrombozyten

Da Blutpräparate nur begrenzt haltbar sind werden auch in der Region Braunschweig wieder dringend zusätzliche Spender gesucht!

Wer zwischen 18 und 55 Jahre alt ist und sich aktiv für Patienten in der Region einsetzen will, kann sich zu einer Blutplättchenspende im Klinikum melden.

Da die Blutpräparate nur begrenzt haltbar sind und deswegen immer „just in time“ produziert werden, ist die räumliche Nähe von Herstellung und Anwendung ein Vorteil. Die Spender sollten gut telefonisch erreichbar sein und in der Region Braunschweig wohnen.

Die Blutentnahme dauert ca. 90 Minuten und kann in regelmäßigen Abständen von vier Wochen durchgeführt werden. Die Eignung zur Spende wird im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung festgestellt. Grundvoraussetzung sind u.a. völlige Gesundheit und keine regelmäßige Medikamenteneinnahme.

Anne Heyland, Erzieherin, spendet seit 2006 Thrombozyten

Das Institut für Klinische Transfusionsmedizin des Klinikums Braunschweig führt seit März 2004 als einziges Krankenhaus in Braunschweig die maschinelle Blutplättchenentnahme (Thrombozytapherese) durch.

Kontakt: Telefonisch unter 0531/ 595- 3669 oder per E-Mail: Blutspendedienst@klinikum-braunschweig.de.