16.08.2017    Kategorie: Pressemitteilungen

SURVIVAL 2017: 200 Schülerinnen und Schüler erleben Verkehrssicherheitstag


Kopfverletzungen sind die häufigste Todesursache von Kindern und jungen Menschen. Die schlimmen Folgen sind nur durch Vorbeugen zu vermeiden. Deshalb findet zum insgesamt 9. Mal im Gymnasium Raabeschule Braunschweig der Verkehrserziehungstag „SURVIVAL“ für Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen des Gymnasiums Raabeschule, der Realschule am Kennedyplatz und der Haupt- und Realschule Sickte statt.

Die Schülerinnen und Schüler kommen bereits auf ihrem Weg zum Raabegymnasium an einem vom Präventionsteam der Polizei gestellten und abgesperrten Fahrradunfall vorbei. Sie werden anschließend im Hörsaal über Unfallsituationen, Gewalteinwirkungen bei Kollisionen, Verkehrssituationen und Sichtbarkeit im Straßenverkehr informiert.

Anschließend besuchen die Kinder in Gruppen sieben interaktive Stationen, bei denen sie selbst aktiv werden und alle Versuche durchführen können. 

Der ADAC erklärt mit der „Aktion Auto“ die Länge des Brems- und Reaktionsweges: Die Kinder führen selbst eine Vollbremsung in einem Fahrzeug durch. Im Überschlagssimulator erleben sie die Wirkung des Sicherheitsgurtes. Beim ADAC Fahrradparcours geht es um Geschicklichkeit und Sicherheit auf dem Rad. 

Zwei Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes kommen mit dem Rettungswagen und erklären die Ausrüstung des Fahrzeugs, das richtige Absetzen eines Notrufes und Erste Hilfe. 

An einem LKW der Firma Wandt wird die Größe des „Toten Winkels“ demonstriert, die Kinder können auch die Position des Fahrers einnehmen und nachvollziehen, wo seitlich und hinter dem Fahrzeug Gefahrenzonen bestehen. 

Ein Motorradfahrer erklärt mit seiner Maschine die besonderen Gefahren durch schnelle motorisierte Zweiräder.

Bundesligakämpfer des Braunschweiger Judoclubs zeigen wie man richtig fällt, ohne sich zu verletzen. 

Die Ärzte der Neurochirurgischen Klinik simulieren eine Kopfoperation, bei der die Kinder an einer Kokosnuss Original-Operationsinstrumente benutzen können. Bei einem „Eier-Crashtest“ wird geprüft, aus wieviel Meter Höhe ein durch einen kleinen Helm geschütztes Ei, ohne Schaden zu nehmen, fallen kann. 

Abschließend wird mit den Kindern im Hörsaal das Erlebte besprochen und die Schulen führen Projekttage zur Nachbearbeitung durch. Dabei werden auch Fragebögen über Kenntnisse und Risikobewusstsein im Verkehr ausgefüllt.

Konzipiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „SURVIVAL – Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen“ von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik des Städtischen Klinikums Braunschweig. „SURVIVAL“ fand erstmals 2009, unterstützt durch eine Spende der Stiftung Braunschweiger Land in Höhe von 20.000 Euro, statt. Unterstützt wird das Projekt vom Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt e.V., der Spedition Wandt, dem Braunschweiger Judo-Club, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Rotary-Club Braunschweig Hanse. 

„SURVIVAL“ ist durch die großzügigen Spenden und die Mitwirkung zahlreicher Freiwilliger für alle Beteiligten kostenfrei, einschließlich der Anreise und des Mittagessens. In neun Jahren wurden bereits circa 1500 Kinder unterrichtet, für die die ganztägige Veranstaltung ein besonderes Erlebnis war. „SURVIVAL“ hat zwei Auszeichnungen durch die Stiftung „Kinderunfallhilfe“ und die „Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie“ erhalten.