Weiterbildung zur Fachkraft für Notfallpflege

Die Weiterbildung zur Fachkraft für Notfallpflege erfolgt durch modular gestalteten Unterricht und Praxiseinsätze in anerkannten Praxiseinrichtungen. Innerhalb von zwei Jahren werden 720 Stunden Theorie angeboten. Davon können maximal 25 Prozent in nachgewiesenen Formen des selbstorganisierten Lernens durchgeführt werden. Die Praxiseinsätze umfassen insgesamt 1800 Stunden unter fachkundiger Anleitung.

Zeitlicher Rahmen:
Die Weiterbildung wird als berufsbegleitender Lehrgang mit theoretischem und praktischem Unterricht sowie geplanten Anleitungen in den Praxisbereichen des städtischen Klinikums Braunschweig gGmbH angeboten.

Lehrgangsbeginn/-dauer:
April 2018 / 24 Monate

Unterrichtsform:
Blockform, in der Regel werden 9 Blockwochen pro Weiterbildungsjahr geplant (40 Stunden à 45 Minuten von Montag - Freitag). Alle Blockwochen werden außerhalb der niedersächsischen Ferienzeiten geplant. Die FachweiterbildungsteilnehmerInnen organisieren ihren Jahresurlaub außerhalb der Theoriezeiten in Absprache mit ihren dienstlichen Vorgesetzten nach eigenem Wunsch.

Unterrichtszeiten:
8:30-16:00 Uhr

Lehrgangskosten:
Auf Anfrage – die Kostenübernahme ist bitte vor Anmeldung mit dem Arbeitgeber zu klären. Gleiches gilt auch für zusätzliche Kosten (z. B. für Arbeitsmaterialien, Zertifikate, Verwaltungsgebühr/DKG, ggf. Studienfahrten etc.)

Leistungen:
In allen Bereichen des Städtischen Klinikums Braunschweig gGmbH erhalten die WeiterbildungsteilnehmerInnen fachkundige Anleitungen von einem/einer hauptamtlichen  Praxisanleiter/in; zusätzlich mit den drei vorgeschriebenen praktischen Leistungsüberprüfungen werden individuelle medizinpädagogische Lernberatungen durchgeführt.

Theoretische Inhalte der Weiterbildung (720 Stunden):

Die Fachweiterbildung wird nach der Empfehlung der DKG für die Weiterbildung Notfallpflege vom 29.11.2016 durchgeführt. Die theoretischen Anteile sind modular angelegt und gliedern sich in zwei Basis- und fünf Fachmodule:

• Basismodul I: Berufliche Grundlagen anwenden (116 Std.)
• Basismodul II: Entwicklungen initiieren und gestalten
(84 Std.)
• Fachmodul I: Patienten in der Notaufnahme ersteinschätzen,
aufnehmen und begleiten (130 Std.)
• Fachmodul II: Patienten in speziellen Pflegesituationen
begleiten (120 Std.)
• Fachmodul III: Patienten mit akuten Diagnosen überwachen
und versorgen (98 Std.)
• Fachmodul IV: Patienten mit akuten traumatologischen
Ereignissen versorgen und überwachen (116 Std.)
• Fachmodul V: Abläufe in Notaufnahmen strukturieren
und organisieren (56 Std.)
Die pädagogische Haltung im Unterrichtsgeschehen orientiert
sich an den Prinzipien der Erwachsenenbildung:
• Aufgreifen und Reflektieren von Praxiserfahrungen
(Eigen- und Dozentenerfahrung ergänzen sich)
• Mitgestaltung des Unterrichts
• Kreative, ganzheitliche Lernformen und Lerngestaltung
(Problemorientiertes Lernen, Einzel- u. Gruppenarbeit,
Unterrichtsdiskussion, teilnehmerzentriertes Unterrichtsgespräch,
Rollenspiele, Referate, Vorträge, praktische
Übungen u.a.m.)
• Praktischer Unterricht und Simulation finden in speziell
ausgestatteten Praxisräumen statt
• Eigenverantwortung bei der Einhaltung der Vorgaben
und Erreichen der Lernziele
• Handlungsorientierter Unterricht / handlungsorientierte Prüfungen

Voraussetzungen für die Teilnahme am Unterricht:
Computer, Internetzugang und E-Mail-Adresse

Pflichteinsätze

• mind. 920 Std. in einer Notaufnahme, davon mindestens 300 Std. in einer zentralen oder  interdisziplinären Notaufnahme
• mind. 260 Std. auf einer Intensivstation
• mind. 200 Std. in der Anästhesie
• mind. 120 Std. in der präklinischen Notfallversorgung
(Rettungsdienst)

Wahlpflichteinsätze

• 300 Std. sind auf die Pflichteinsatzbereiche oder weitere
Bereiche wie OP, Kreißsaal, Herzkatheter, IMC, Psychiatrie
oder Stroke Unit zu verteilen.

Alle Bereiche müssen durch die Weiterbildungsstätte vor Weiterbildungsbeginn von der DKG anerkannt werden. In den von der Fachweiterbildungsleitung vorgegebenen Zeitkorridoren absolvieren die  FachweiterbildungsteilnehmerInnen ihre Pflichteinsätze nach eigenen Wünschen. Mindestens 10 % müssen unter Anleitung einer/eines Praxisanleiterin/ers geplant, durchgeführt und dokumentiert
werden. In jedem Bereich des Städtischen Klinikums Braunschweig gGmbH bzw. unserer  Kooperationspartner stehen den FachweiterbildungsteilnehmerInnen PraxisanleiterInnen und qualifiziertes Fachpersonal für die praktische Anleitung zur Verfügung.

Abschluss:
Abschluss als „Fachkraft für Notfallpflege“ nach DKGEmpfehlung (beinhaltet 100 Stunden aus der Weiterbildung Praxisanleiter nach DKG)

Leistungsnachweise/Prüfungen:
• Lernzielkontrollen
• Referate
• 7 Modulprüfungen (schriftlich/mündlich)
• 3 praktische Leistungsnachweise mit individueller
Lernberatung
• Abschlussprüfungen (praktisch, mündlich)

Zugangsvoraussetzungen
Staatlich anerkannte Berufsbezeichnung Krankenschwester, Krankenpfleger, Kinderkrankenschwester, Kinderkrankenpfleger bzw. „Gesundheits- u. Krankenpflegerin/-pfleger“, „Gesundheits- u.  Kinderkrankenpflegerin/-pfleger“ und mind. 6 Monate Tätigkeit im Fachgebiet der Notfallpflege
mit o.g. Berufsbezeichnung. Entsprechende Ausschreibungsmodalitäten des Arbeitgebers sind zu beachten und einzuhalten.

Bewerbungsunterlagen
• Bewerbungsanschreiben
• Stellungnahme des Arbeitgebers
(Teilnahmebestätigung)
• Lebenslauf und 2 Passfotos
• Kopie – Zeugnis der staatlichen Prüfung nach dem
Krankenpflegegesetz
• Kopie – Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
• Kopie – Geburts-, bzw. Heiratsurkunde
• Nachweis über eine mind. sechsmonatige
Berufserfahrung im Fachgebiet der Notfallpflege

Auswahlverfahren
Nach Vorgaben des jeweiligen Arbeitgebers (z.B.
Aufnahmetest, Aufnahmegespräche, Leistungsbeurteilungen
etc.)

Unser Team

Matthias Riesen (Dipl.-Med.-Päd.)
Pädagogische Leitung der Weiterbildung
Tel.: 0531/ 595-4037
Fax: 0531/ 595-4101
m.riesen@klinikum-braunschweig.de

Ulrich Kreußel
Fachpraktische Leitung der Weiterbildung
(Leitung und Lehrkraft für Pflege u. Fachkraft
für Intensiv- und Anästhesiepflege)

Stefanie Schröder 
Hauptamtliche Praxisanleiterin der Weiterbildung
(Fachkraft für Intensiv & Anästhesiepflege)

Martin Arnold
Fachlicher Berater der Weiterbildung
(Pflegerische Leitung der zentralen Notaufnahme des Städtischen Klinikums Braunschweig gGmbH)