Nachbericht: 208 Schülerinnen und Schüler beim Verkehrssicherheitstag an der Raabeschule im Heidberg dabei.

Veröffentlicht am 22. August 2016

Kopfverletzungen sind die häufigste Todesursache von Kindern und jungen Menschen. „Verkehrsunfälle mit Kindern haben für die Betroffenen und ihre Familien oft schwerwiegende und dramatische Folgen. Verglichen mit den hohen Kosten für Erstversorgung und Folgebehandlung bedarf es zur Unfallverhütung nur geringer Mittel“, so beschreibt Chefarzt Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann seine Motivation den Verkehrserziehungstag zu konzipieren.

Deshalb fand zum ersten Mal im Gymnasium Raabeschule Braunschweig der Verkehrserziehungstag „SURVIVAL“ für Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen des Gymnasiums Raabeschule, der Realschule am Kennedyplatz und der Haupt- und Realschule Sickte statt.

Nach der Begrüßung im Hörsaal durch Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, konnten die Schülerinnen und Schüler in sieben Stationen aktiv werden.

Der ADAC war mit einem Fahrradparcours, dem Umschlagssimulator und der „Aktion Auto“ vertreten, bei denen man Geschicklichkeit und Sicherheit auf dem Rad, die Wirkung des Sicherheitsgurtes und die Länge des Bremsweges miterleben konnte.

Die Firma Wandt demonstrierte den „Toten Winkel“ anhand eines aufgebauten LKW So konnten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Positionen die Gefahrenzonen nachempfinden.

Wie man richtig fällt, ohne sich zu verletzen, zeigten Bundesligakämpfer des Braunschweiger Judoclubs.

Die Ärzte der Neurochirurgischen Klinik simulierten eine Kopfoperation, bei der die Schülerinnen und Schüler an einer Kokosnuss Original-Operationsinstrumente benutzen konnten. Aus wieviel Meter Höhe ein durch einen kleinen Helm geschütztes Ei, ohne Schaden zu nehmen, fallen kann, wurde bei einem „Eier-Crashtest“ geprüft.

Abschließend wurde mit den Schülerinnen und Schülern im Hörsaal das Erlebte besprochen und bewertet.

Konzipiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „SURVIVAL – Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen“ von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik des Städtischen Klinikums Braunschweig. „SURVIVAL“ fand erstmals 2009 statt und wird seither durch eine Spende der Stiftung Braunschweiger Land in Höhe von 20.000 Euro unterstützt. Des Weiteren wird das Projekt vom Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt e.V., der Spedition Wandt, dem Braunschweiger Judo-Club, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Rotary-Club Braunschweig Hanse unterstützt.

„SURVIVAL“ ist durch die großzügigen Spenden und die Mitwirkung zahlreicher Freiwilliger für alle Beteiligten kostenfrei, einschließlich der Anreise und des Mittagessens. In sechs Jahren wurden bereits über 1000 Kinder unterrichtet, für die die ganztägige Veranstaltung ein besonderes Erlebnis war. „SURVIVAL“ hat zwei Auszeichnungen durch die Stiftung „Kinderunfallhilfe“ und die „Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie“ erhalten.