Unser Buchtipp im Juni 2018

Die Patientenbücherei im Klinikum Celler Straße empfiehlt:

Aude Le Corff
Das zweite Leben des Monsieur Moustier
Roman
Übersetzt von Anne Braun
Insel Verlag, insel taschenbuch 4620, 2018, S. 187

Das Buch beginnt mit diesem Text:
Am Rande der Hafenstadt, in einem Natursteinhaus mit Backsteinumrandungen an den Fenstern,
lebte ein alter Mann, zurückgezogen von der Welt. An diesem Ort voller Erinnerungen wurde er
geboren, und hier hatte er seine Tage auch beschließen wollen, doch dann machte ihm das Alter einen Strich durch die Rechnung. Als er anfing, die Eier auf dem Herd und sein Portemonnaie im Lebensmittelgeschäft zu vergessen, trafen seine Töchter eine Entscheidung, die in ihren Augen das Beste für ihn war. Sie brachten ihn ein einem Heim für betreutes Wohnen unter, einem seelenlosen weißen Gebäude, in dem betagte Menschen dahinscheiden, einer nach dem anderen.

Aude Le Corff lässt eine Pariser Autorin mit ihrer kleinen Familie in das Natursteinhaus einziehen.
Das Glück scheint perfekt, bis eines Tages ein alter, griesgrämiger Mann ins Haus kommt. Sie erfährt, dass dies der vormalige Besitzer ihres Anwesens ist, der nur an seinem ehemaligen Wohnsitz so etwas wie Geborgenheit findet, nicht im Altersheim, wo er nun leben muss.

Die Ich-Erzählerin versucht die Geschichte des abweisenden Alten zu erfahren und schon bald   entstehen Gespräche und mit dem Erzählen der Lebensgeschichten bringen sie zunehmend Verständnis füreinander auf.

Leicht und schnell zu lesen, eine sehr feine Zeichnung der beiden Hauptpersonen und eine liebevolle Beschreibung der Umgebung, ein Buch für schöne Sommertage.

Die Kinder- und Jugendbücherei Holwedestraße stellt jeden Monat ein tolles Kinder-/Jugendbuch für alle kleinen Leseratten vor. Neugierig??? Dann klicke schnell hier um mehr zu erfahren...


Unser Buchtipp im Mai 2018

Schinharl, Cornelia: Frühling, Sommer, Gemüse! Überraschend neue Rezepte für die Lieblinge der Saison.

Wer wartet nicht sehnlichst auf frisches Gemüse nach dem Winter mit seinem Kürbis, seinem Kohl und seinen Knollen?
Es ist eine Freude über den Markt zu bummeln und die ersten Erdbeeren, den ersten Spargel oder die ersten Auberginen zu entdecken, den Duft des Frühlings einzuatmen und die herrlich bunten Gemüseauslagen zu betrachten.
In diesem Buch zeigt uns Cornelia Schinharl wie vielfältig die verschiedenen Gemüse zubereitet werden können. Sie hat das Buch in verschiedene Kapitel eingeteilt und weil sie den Begriff „Vorspeise“ nicht mag, heiß das bei ihr „Davor & Dazu!“. Weiter findet man als Einteilung „Aus der Suppenschüssel!“ oder „Marktfrisch, Ofenfrisch!“. Die Rezepte sind gut beschrieben und die fotografierten Gerichte laden zum Nachkochen ein.
Verschiedene Gemüse, z.B. Mairübchen, Tomaten oder Spargel werden kurz beschrieben und die Besonderheiten hervorgehoben. Dazu bietet uns die Autorin neue Ideen für die Zubereitung wie z.B. die Kräuterlasagne mit roher Tomatensauce und wünscht jede Menge Genuss aus dem bunten Gemüsekorb.

Ein Buch zum Schmökern und Ausprobieren.


Unser Buchtipp im April 2018

Die Patientenbücherei Salzdahlumer Straße empfiehlt:

Das glücklichste Jahr
von Petra Oelker
rororo 2015 351 Seiten


Das Porträt einer außergewöhnlichen Frau wird gezeichnet, das von Eva König, der späteren Frau Lessings.

Es beginnt mit ihrer Kindheit in Heidelberg als Tochter einer Kaufmannsfamilie. Es folgen die Ehejahre mit dem Seidenhändler König in Hamburg, mit dem sie vier Kinder hat.

Lessing war dem Paar freundschaftlich verbunden. Als König stirbt, kümmert sich Lessing um die Witwe und ihre Kinder. Aus dieser Freundschaft entwickelte sich Liebe.

Bis zur Hochzeit sollten aber noch Jahre vergehen. Eva zog nach Wien, um sich um die Manufakturen ihres verstorbenen Mannes zu kümmern. Die Verlobten hören und sehen manchmal Monate oder auch Jahre nichts voneinander.

Im Oktober 1776 heiraten die beiden und ziehen nach Wolfenbüttel. Das Glück währt nur kurz. Im Januar 1778 stirbt Eva am Kindbettfieber.

Lessing erholte sich von diesem Schicksalsschlag nie mehr.

Anhand von Briefen, Dokumenten und genauen Recherchen zeichnet Petra Oelker eine große Liebe der deutschen Literaturgeschichte nach. 

Petra Oelker, geboren 1947, hat Sozialpädagogik und einige Semester Theologie studiert. Sie arbeitete als Journalistin und verfasste zu der Zeit schon Jugend- und Sachbücher.

heute arbeitet sie vorwiegend als Buchautorin.