Indikation:
Häufigste Indikation ist der nicht-invasive Nachweis von intraduktalen Konkrementen. Des weiteren die Abbildung von intra- und extrahepatischen Gallenwegsstenosen, die Darstellung anatomischer Varianten zur präoperativen Diagnostik und ein postoperativer Stenoseausschluss nach Lebertransplantation oder Anlage einer biliodigestiven Anastomose.
Technik
Zum Einsatz kommen stark T2-gewichtete fettsuprimierte Spinechosequenzen. Dabei wird sowohl ein Satz 40 mm breiter Schichten als auch ein Satz von 120 dünnen Schichten angefertigt. Von den dünnen Schichten werden Maximum-Intensitäts-Projektionen (sog MIPs) angefertigt.
Aussagekraft/Wertung:
In der Mehrzahl der Fälle kann ein dem sonografischen Nachweis entgehendes intraduktales Konkrement sicher nachgewiesen werden. Bei Patienten mit einem aktuen Schub einer Pankreatitis kann die mit einem Risiko der Befundverschlechterung einhergehende ERCP vermieden werden. Eine geringe diagnostische Einschränkung gegenüber der ERCP ergibt sich aus der derzeit niedrigeren örtlichen Auflösung. Dieses betrifft insbesondere die Darstellung intrahepatischer Gangunregelmäßigkeiten im Frühstadium chronisch-entzündlicher Gallenwegserkrankungen.
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