<spt name=sp_Headline type=text io=out>
logo logo
 Home  Aktuelles  Zwei-Standorte-Konzept  Ziel  Gliesmaroder Straße  





Städtebaulicher Wettbewerb „Langer Kamp“ für die Neustrukturierung des bisherigen Klinikstandortes Gliesmaroder Straße



Im Zuge der Umsetzung des Zwei-Standorte-Konzepts wird das Städtische Klinikum den Standort Gliesmarode aufgeben. Um an dieser Stelle qualitativ hochwertigen Stadtraum zu schaffen, lobte das Baudezernat einen städtebaulichen Wettbewerb „Langer Kamp“ aus. 22 Büros reichten fristgerecht Arbeiten ein, welche eine Jury jetzt bewertet hat. Sieger wurden Giesler Architekten, Braunschweig (Preisgeld 12.000 Euro), Platz zwei erreichte Prof. Bernhard Winking, Hamburg (8.000 Euro). Dritter wurde der Düsseldorfer Architekt Thomas Schüler (4.000 Euro). Mit einem Ankauf zu je 2.500 Euro wurden zudem die Arbeiten von Kellner Schleich Wunderling, Architekten + Stadtplaner GmbH, Hannover, sowie Zastrow + Zastrow, Architekten Stadtplaner, Kiel, ausgezeichnet. Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink und Helmut Schüttig, Geschäftsführer der Klinikum Braunschweig gGmbH, stellten die Siegerentwürfe am Freitag, 23. Oktober vor.

 

„Ziel des Wettbewerbes war, das in attraktiver Zentrumsnähe liegende, rund 20.000 Quadratmeter große Grundstück im Rahmen der Initiative 'Neues Wohnen in Braunschweig' für eine Wohnnutzung in Kombination mit einem Lebensmittelmarkt und einer wissenschaftlichen oder dienstleistungsorientierten Nutzung neu zu strukturieren“, erläuterte der Stadtbaurat. Eine teilweise Neubebauung des derzeitigen Krankenhausstandorts mit Wohnbauten bei gleichzeitiger Umnutzung der bestehenden Gebäude für Wohnzwecke werde der hohen Nachfrage des Östlichen Ringgebietes als Wohnstandort gerecht.

 



Diesem Ziel sei der Siegerentwurf am überzeugendsten gerecht geworden, indem er die Parkanlage mit ihrem wertvollen Grünbestand erhalte, die umgebenden Strukturen einbinde und den Wohnpark durch den gewerblichen Komplex hinreichend von der Hans-Sommer-Straße abschirme.

 

Die Siegerentwürfe sind bis zum 5. Februar 2010 im Foyer des Rathauses, Platz der Deutschen Einheit 1, 2. Obergeschoss, zu sehen.

 

Das Wettbewerbsverfahren


Der Wettbewerb wurde als begrenzt offener Wettbewerb gemäß den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zur Auswahl von 19 Teilnehmern plus sechs namentlichen Zuladungen ausgelobt. Es bewarben sich 70 Büros aus dem In- und Ausland. Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Klinikums und der Stadt, wählte 19 Büros zur Teilnahme aus.

 

Die Preisrichter

  • Prof. Georg Sahner, Architekt, Stuttgart (Vorsitz)
  • Karsten Krüger-Heyden, Architekt, Braunschweig
  • Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink
  • Helmut Schüttig, Geschäftsführer Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH
  • Klaus Hornung, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz



Die Begründung der Jury für den ersten Preis


„Der Verfasser formuliert überzeugend den Erhalt der Parkanlage und die Einbindung in umgebende Strukturen als Leitbild für die städtebauliche Disposition.


Hierauf aufbauend setzt er eine prägnante städtebauliche Grundstruktur, die den Blockrand mit 5-geschossigen Punkthäusern schließt und nach Norden eine schützende geschwungene geschlossene Raumkante aus Stadthäusern definiert.


Die Ecksituation Langer Kamp/Hans-Sommer-Straße gestaltet der Verfasser auf angemessene Weise, indem er die bestehende Bauflucht mit Bürogebäuden fortsetzt, einen Vollsortimenter mit Dienstleistungen und vorgelagerten Parkflächen entwickelt. Dies schafft insgesamt eine gut gestaffelte stadträumliche Situation, indem der gewerbliche Komplex den Wohnpark hinreichend abschirmt.

 

Der Entwurf verspricht differenzierte freiräumliche Qualitäten, die durch konsequente Berücksichtigung des wertvollen Grünbestandes erreicht werden. Die Disposition der Baukörper ist geeignet, den bestehenden Park in besonderer Weise in Wert zu setzen. Die Höhenentwicklung am Langen Kamp erscheint überzogen und sollte deutlich reduziert werden.

 

Die Bereiche Gewerbe und Dienstleistungen sind zur belebten Hans-Sommer-Straße organisiert und bieten über Distanz und Baumassen ausreichend Lärmschutz für den Park. Die Wohnungstypologien sind qualitätsvoll und differenziert – sie erlauben sämtlich das Durchwohnen (Stadthäuser und Geschosswohnungen).

 

Das Gesamtkonzept lässt sich hervorragend gut in mindestens 10 eigene Bauabschnitte mit unterschiedlicher Qualität entwickeln und ist somit gut realisierbar. Die Entwicklung ist konsequent von außen organisiert und sichert so ruhige verkehrsfreie Parkanlagen.“