Was am 29. November 2006 mit dem ersten Spatenstich begann, ist vollbracht: Am 11. Juli 2009 zogen die Frauenklinik und die Kinderintensivstation in den 20,5 Millionen Euro teuren Neubau am Standort Celler Straße. Auch der neue zentrale Operationsbereich wurde in Betrieb genommen. Die Öffentlichkeit war am Samstag, den 4. Juli, von 12 bis 16 Uhr eingeladen, vor dem Einzug das neue Gebäude zu besichtigen. Es kamen bei schönem Wetter rund 3000 Menschen.
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Ansicht des neuen Gebäudes |
Mit dem Umbau wird der Standard für die Patient/innen erhöht und auch die Arbeitsbedingungen der rund 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbessern sich deutlich.
Der Neubau ist ein Meilenstein für das Zwei-Standorte-Konzept des Klinikums. Denn er ist die Voraussetzung für die Verlagerung der Geriatrie aus der Gliesmaroder an die Celler Straße. Und damit auch Voraussetzung, um den Standort Gliesmaroder Straße bis zum Ende des Jahres 2011 aufzugeben.
Der Neubau
Im Erdgeschoss befindet sich der zentrale Operationsbereich mit 5 Operationssälen, in dem alle Kliniken am Standort Celler Straße operieren und ein zentraler Aufwachraum.
Im ersten Obergeschoss liegt der Kreißsaal mit drei Entbindungsräumen, einer davon ist mit Entbindungsbadewanne ausgestattet. Zum Kreißsaal gehören außerdem ein Vorwehenraum und ein Untersuchungsraum, der bei Bedarf zu einem vollständigen Entbindungsraum umfunktioniert werden kann. Auch der Operationsraum für Kaiserschnittgeburten liegt direkt daneben.
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Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Hans Georg Koch, zeigt einen Inkubator (Brutkasten) auf der neuen Kinderintensivstation |
Im gleichen Obergeschoss in unmittelbarer räumlicher Nähe befindet sich die Kinderintensivstation. Sie hat 16 Plätze für Neugeborene, davon sind 8 Plätze für Frühgeborene vorgesehen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen. 8 Betten gehören zum sogenannten IMC Bereich (Intermediate Care) für Neugeborene, die zwar engmaschig überwacht werden müssen, aber keine Intensivmedizin benötigen. Ein Stillzimmer gibt Eltern die Möglichkeit, ihr Neugeborenes auch auf der Intensivstation von Anfang an mit zu betreuen. Drei Betten auf der Kinderintensivstation sind für ältere Kinder vorgesehen. Die gynäkologische Aufnahme mit den Untersuchungsräumen ist ebenfalls im ersten Stock.
Im zweiten Oberschoss liegt die Wöchnerinnenstation und die operative gynäkologische Station mit insgesamt 45 Betten (Gesamtbettenzahl der Frauenklinik: 56 Betten). Es gibt 5 Einzelzimmer, 8 Zweibettzimmer und 8 Dreibettzimmer. Alle Zimmer haben ein eigenes Duschbad. Auch ein Stillzimmer und ein Wickelraum mit Babybadewannen stehen bereit. Ein Frühstücksraum, in dem sich die Patientinnen morgens an einem Buffet bedienen können, rundet das Angebot ab.
Technische Daten
Die Hauptnutzfläche des gesamten Gebäudes beträgt 2.747 m², die Nebenräume 358 m², Technikräume 1.188 m², Flure und Treppenhäuser 1.902 m². Das Gebäudevolumen liegt bei 29.042 m³.
In den Decken und Wänden verstecken sich rund 225 km Kabel für die Stromversorgung, Computertechnik und Brandmeldeanlage. Die Operationssäle sind mit modernster Lüftungstechnik ausgestattet, die den Operationsbereich mit insgesamt 50.000 m³ gereinigter Luft pro Stunde versorgen kann.