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Seit Dezember 2007 hat das Städtische Klinikum Braunschweig eine Kooperation mit dem Deutschen Stammzellregister Dessau. Damit wird die Versorgung der gesamten Region Braunschweig weiter verbessert. Spender aus der näheren Umgebung von Braunschweig brauchen jetzt nicht mehr an die Universitätsklinika fahren um sich Knochenmark oder Stammzellen entnehmen zu lassen, sondern können im Institut für Transfusionsmedizin in Braunschweig betreut werden.
Wenn Sie sich als Stammzellspender registrieren lassen möchten, wenden Sie sich bitte an den Blutspendedienst:
Telefon 0531 595 3669 oder E-Mail: blutspendedienst@klinikum-braunschweig.de
Das Institut für Klinische Transfusionsmedizin (IKTM) berät in Kooperation mit dem Deutschen Stammzellregister (DSD) in Dessau Interessenten für eine Stammzellspende vor Ort und ermöglicht dann auch die Aufnahme im „Zentralen Knochenmarkspender-Register für Deutschland“. Neben der persönlichen Beratung über Stammzell-/Knochenmarkspenden, werden in Zukunft auch Stammzellentnahmen bei Fremdspendern in Braunschweig geplant.
Eine zentrale Aufgabe des Deutschen Stammzellregisters Dessau ist die Gewinnung von Freiwilligen, die sich bereit erklären, durch eine Stammzell-/Knochenmarkspende Menschen zu helfen.
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Warum Stammzellen spenden?
Bei einer Transplantation erhält ein an Leukämie erkrankter Patient fremde Stammzellen. So können sich sämtliche Blutzellen und das Immunsystem aus diesen Vorläuferzellen neu bilden. Die für die Transplantation benötigten Stammzellen müssen von einem geeigneten Spender gewonnen werden. Wenn sich kein naher Verwandter als passender Spender erweist, ist der an Leukämie Erkrankte auf eine Stammzell- oder Knochenmarkspende eines Fremden angewiesen. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen bestimmte Gewebe- Merkmale des Empfängers und des Spenders übereinstimmen. Da es Millionen verschiedene Kombinationen dieser Merkmale gibt, ist eine riesige Anzahl an registrierten potentiellen Spendern nötig, um möglichst vielen Leukämie-Patienten die Chance auf eine Transplantation zu geben.Dank vieler Initiativen ist es gelungen, eine zentrale Knochenmarkspenderdatei aufzubauen. Auch alle durch DSD erfassten potentiellen Spender sind in dieser Datei gespeichert.
Die Stammzellregister:
Das Deutsches Stammzellregister Dessau ist mit über 55.000 Spendewilligen das achtgrößte Spenderregister in Deutschland. Es betreut die Spender persönlich von der ersten Gewebetypisierung bis zur Spende und danach.
In Deutschland gibt es derzeit 33 Register deren Daten alle im „Zentralen Knochenmarkspender-Register für Deutschland“ (ZKRD) gespeichert sind. Es gibt somit insgesamt circa drei Millionen registrierte freiwillige Spender. Aber auch das ist immer noch zu wenig. Um noch mehr Leukämiekranken helfen zu können muss das Register ständig erweitert werden. Aber nicht nur in Deutschland gibt es Knochenmarkspenderregister, sondern auch in anderen Ländern weltweit. Diese Datenbanken laufen in der „Bone Marrow Donors Worldwide“-Datei (BMDW) zusammen, in der die Gewebemerkmale aller weltweit verfügbaren Spender (derzeit fast 12 Millionen) gespeichert sind. An dieses zentrale Register richten die Kliniken ihre Suchanfragen nach geeigneten Spendern. So kann es sein, dass ein deutscher Patient Stammzellen aus Kanada erhält, oder ein deutscher Knochenmarkspender für einen Erkrankten in Griechenland herangezogen wird.
Unterstützung
Möglich ist diese Kooperation in Braunschweig auch durch die langjährige Unterstützung des Vereines der Freunde und Förderer des Klinikums Braunschweig (link) , der Geräte für die Stammzellentnahme und zur Gewebediagnostik zur Verfügung gestellt hat.
Die Kosten für eine Gewebetypisierung müssen aus Spendengeldern finanziert werden. Jeder noch so kleine Beitrag hilft deshalb, Gewebetypisierungen zu ermöglichen.
Personen die diese Initiative unterstützen möchten, haben über das Spendenkonto bei der Volksbank Dessau, Konto-Nummer 1260006, BLZ 800 935 74, Kennwort ‚Zukunft’ die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten.