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Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin

Leistungsspektrum - Nuklearmedizin

Im Institut der Nuklearmedizin im Städt. Klinikum Braunschweig werden sämtliche gängigen Untersuchungverfahren und Therapiemöglichkeiten angeboten. Darüber hinaus bearbeiten wir auch spezielle Fragestellungen der Entzündungs- und Tumordiagnostik mit radioaktiv markierten Antikörpern bzw. Rezeptoren. Neuerdings führen wir auch Therapien bei Non-Hodgkin-Lymphomen durch.

Die Abteilung ist mit einer Doppelkopf-, einer Einkopfkamera und einer Schilddrüsenkamera sowie angeschlossenen Rechnersystemen ausgestattet. Ein neues Sonographiegerät wurde 2005 beschafft und verfügt u.a. über einen hochauflösenden Schallkopf (bis 9 MHz).

Die Radiojodtherapiestation wurde 2002 komplett neu erbaut und verfügt über 4 Betten.
Ein PET-CT wurde Ende 2006 in Betrieb genommen.

Folgende nuklearmedizinische Untersuchungen und Therapien werden im Einzelnen angeboten:

Diagnostik

  • Schilddrüse:
    Bestimmung der Schilddrüsenhormone, der Antikörper und der Tumormarker, Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und der Halsorgane und ggf. Punktion der Schilddrüse. Szintigraphie der Schilddrüse mit 99m-Technetium-Pertechnetat und Jod 131, selten mit Jod 123
  • Nebenschilddrüse:
    Szintigraphie der Nebenschilddrüsen zum Ausschluß bzw. Nachweis von Nebenschilddrüsen-adenomen. Ultaschalluntersuchungen der Nebenschilddrüsen.
  • Knochenszintigraphie:
    Ausschluß bzw. Nachweis von Knochenmetastasen, Knochentumoren sowie entzündlichen Knochen- bzw. Gelenkerkrankungen
  • Herzszintigraphie:
    Ausschluß bzw. Nachweis einer relevanten koronaren Herzerkrankung mittels ergometrischer oder medikamentöser Belastung. Bestimmung der Auswurfleistung der linken Herzkammer.
  • Lungenszintigraphie:
    Ausschluß bzw. Nachweis einer Lungenembolie. Seitengetrennte Bestimmung der Durch-blutung und Belüftung.
  • Nierenszintigraphie:
    Ermittlung der seitengetrennten Funktion, der gesamten Ausscheidungsleistung und des Harnabflusse aus den Nieren. Abklärung einer Nierengefäßverengung (Captoprilszinti-graphie).
  • Nebennierenszintigraphie:
    Darstellung von Nebennierenmark und –rinde mit J123-MIBG und J131-Norcholesterol zum Nachweis bzw. Ausschluß von Phäochromozytomen bzw. Adenomen der Nebennierenrinde.
  • Leberszintigraphie:
    Verwendung verschiedener mit 99m-Technetium-Pertechnetat markierter Substanzen zum Ausschluß oder Nachweis von Leberveränderungen wie fokal noduläre Hyperplasie, Leberadenom oder Hämangiom.
  • Magenfunktionsszintigraphie:
    Orale Gabe einer Testmahlzeit, z.b. Apfelmus mit 99m Technetium-DTPA markiert. Messung der Magenentleerungszeit bzw. Motilität, z.b. bei Diabetikern mit Verd. auf Kontraktionsstörungen der Magenmuskulatur.
  • Harnstoff-Atemtest zum Nachweis eines Helicobacter pylori:
    Orale Gabe einer Gelatinekapsel mit 14C Harnstoff, nach 10 Min. Messung des Ergebnisses mit Atemkarte.
  • Blutungsquellensuche:
    Markierung der roten Blutkörperchern des Blutes mit 99m-Technetium-Pertechnetet zum Ausschluß oder Nachweis einer Blutungsquelle, meist im Darm gelegen.
  • Szintigraphie eines Meckelschen Divertikels:
    Ausschluß oder Nachweis von Magenschleimhaut in einem Meckelschen Divertikel des Dünndarmes mit 99m-Technetium-Pertechnetat, meist bei Kindern.
  • Entzündungsszintigraphie:
    Suche nach einem unklaren Entzündungsherd im Körper mit radioaktiv markierten Antikörpern. Bei Verdacht auf entzündliche Lockerung einer zuvor implantierten Endoprothese, z. b. in der Hüfte.
  • Tumorszintigraphie:
    Zur Diagnostik von Phäochromozytomen oder Karzinoiden mit Jod123-MIBG bzw. Indium 111-Octreotid. Durchführung von Ganzkörperszintigraphien, auch bei SD-Carcinomen mit Jod 131.
  • Lymphknotenszintigraphie:
    Durchführung von Sentinellymphknoten-Szintigraphien bei Patientinnen mit Mammacarcinomen.
  • Hirnszintigraphien:
    Anwendung von Jod-123 IBZM und DaTScan zur Diagnostik bei Verdacht auf M. Parkinson, zur Abgrenzung eines essentiellen Tremors bzw. eines Parkinson-Syndromes.
  • PET-CT:
    Tumordiagnostik sowie Abklärung von Demenzen, jeweils mit F18-FDG.

Therapie

  • Radiojodtherapie:
    Stationäre Radiojodtherapie bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse mit Jod -131
  • Schmerztherapie bei Knochenmetastasen:
    Ambulante Behandlung von schmerzhaften Knochenmetastasen (z.b. bei Prostatacarcinom) mit Samarium, Strontium oder Rhenium.
  • Radiosynoviorthese:
    Ambulante Behandlung von aktivierten Arthrosen oder rheumatischen Erkrankungen der Kniegelenke mit Yttrium.
  • Immuntherapie bei malignen Lymphomen:
    Ambulante Therapie mit radioaktiv markierten Antikörpern (Zevalintherapie) bei follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom