GMP-Herstellungszentrum
(GMP = Good Manufacturing Practice)
Leider ist Krebs immer noch eine der häufigsten und gefährlichsten Krankenheiten. Manche dieser Erkrankungen sind Dank der wissenschaftlichen Fortschritts in der Medizin und der Pharmazie sogar heilbar, andere Therapien können die Lebensqualität verbessern und/oder die Lebenzszeit verlängern. Patienten die eine Diagnose Krebs erhalten haben, bedürfen einer intensiven medizinischen und pharmazeutischen Betreuung. Die Medikamente werden patientenindividuell verabreicht, das heißt, jeder Patient erhält die exakt für ihn berechnete Dosis. Diese wird auf verschiedene Weise ermittelt, aber immer unter dem Blickpunkt, maximale Wirkung bei möglichst geringen Nebenwirkungen. Im ersten Bild sehen Sie den Vorbereitungsraum, der erst nach zwei Personenschleusen erreichbar ist und der Reinraumklasse C entspricht.
Zu den Reinraumklassen sein angemerkt, das wir uns von unklassifiziert in die Reinraumklasse schleusen müssen und durch eine weitere Schleuse in den Reinraum C kommen. Hier sind nun alle Mitarbeiter schon in besonderer Kleidung anzutreffen und um den Reinraum B zu kommen, wird nochmal komplett eine neue Kleidung angezogen, die alle Haut und anderen Stellen des Körpers verdeckt und nur noch die Augen direkt sichtbar sind. Hier ein Blick in einen B Raum auf dem zweiten Bild.



Patienten die nicht mehr essen können, weil sie durch Ihre Krankheit beeinträchtig sind, brauchen dennoch Nahrung und Vitamine. Es gibt auch Patienten, die können noch gar nicht essen, weil sie noch so klein sind, das sie noch im Brutschrank liegen. Und für all diese Patienten haben wir nun im GMP Zentrum eine eigene Abteilung, die die sogenannte Totale Parenterale Ernährung, abgekürzt TPE (Englisch TPN = Total Parental Nutrition) herstellt.
Da jeder Mensch eine ganz individuelle Person darstellt, sind seine Bedürfnisse und Ansprüche an pharmazeutische Produkte auch anders. Klar, bei Kopfschmerzen hilft oft eine Aspirin in einer Standarddosis. Aber bei bestimmten Medikamenten muss die Dosierung auf den einzelnen genau abgestimmt werden, denn es gibt junge und alte Menschen, große, kleine und dicke und dünne. Hier setzt das parenterale unit Dose an, welches sich um die Medikamente kümmert, die unter Umgehung des Magen Darm Traktes, in die Patienten hineingelangen sollen. Dabei handelt es sich in der Regel um Spritzen oder Infusionen. Beispiele hierfür sind derzeitig Spritzen, die ein Elektrolyt enthalten, welches Kalium enthält und bei den Intensivstationen sehr häufig über längere Zeit gegeben werden muss. Ein anderes Medikament ist Argatra, welches bei der Blutgerinnung sehr wichtig ist und sehr oft in der Nierenheilkunde eingesetzt wird. Hier ein Bild der Räumlichkeiten
