Bildungszentrum
Viele Fachbereiche
Die Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Städtischen Klinikum Braunschweig gGmbH ist die
größte Schule dieser Art in der Region. Die angehenden Gesundheits- und Kinder/Krankenpflegekräfte
und Hebammen werden hier nach den neuesten pflegerisch-therapeutischen und medizinischen
Erkenntnissen auf ihren künftigen Beruf vorbereitet.
In einem Haus der Maximalversorgung lernen sie viele unterschiedliche Fachbereiche kennen und
können dadurch wertvolle Spezialkenntnisse in großer Breite erwerben.
Insgesamt stehen am Schulzentrum 264 Ausbildungsplätze zur Verfügung: 180 Plätze in der
Gesundheits- und Krankenpflege, 60 Plätze in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und
24 weitere Plätze an der Hebammenschule.
Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe
Theorie als Grundlage
Integrierte Ausbildung
Im Jahr 2004 hat der Gesetzgeber die Ausbildung für Gesundheits- und Krankenpflege sowie für
Gesundheits- und Kinderkrankenpflege neu geregelt. Mit der Neuregelung verbunden ist eine
integrierte Ausbildung, die im Schulzentrum sofort positiv aufgegriffen und umgesetzt wurde.
Neben der integrierten Ausbildung werden innerhalb eines neuen Konzeptes auch neue
Unterrichtsstrukturen angeboten, unter anderem Unterricht im Blocksystem. So wurde auch die
Gesundheitserziehung besonders in das Konzept des problemorientierten Lernens (POL) eingebaut.
Seit der Gesetzesänderung erlernen die jungen Frauen und Männer die theoretischen und
praktischen Grundlagen ihres Berufs in den ersten beiden Jahren gemeinsam. Zur praktischen
Ausbildung gehören neben der Mitarbeit auf Stationen des Klinikums auch Praktika bei
kooperierenden Pflegediensten.
Erst im dritten Ausbildungsjahr wird differenziert: Vorrangig erwerben die Auszubildenden
in dieser Zeit ein grundsätzliches Verständnis, wie unterschiedliche Altersgruppen unter
Berücksichtigung der typischen Beschwerden gepflegt werden können.
Praktische Fähigkeiten
Bei den angehenden Gesundheits - und KinderkrankenpflegerInnen stehen Bereiche wie Pädiatrie (Kinderheilkunde),
Kinderchirurgie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie im Mittelpunkt. Sie erfahren vor allem
etwas über Erkrankungen, die Psyche und die Bedürfnisse von Früh- und Neugeborenen, Kindern und
Jugendlichen.
Die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger vertiefen ihre praktischen Fähigkeiten der
stationären Pflege in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Psychiatrie.
Abschluss Staatsexamen
Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit dem Staatsexamen. Dabei sind 2100 Stunden für
die Theorie vorgesehen, 2500 Stunden für die Praxis.
Für den theoretischen Teil und für die praktischen Begleitungen sind die Lehrkräfte des
Schulzentrums zuständig. Auch externe Dozenten und hauptamtliche Praxisanleiterinnnen
gehören zu dem Team.
Auf den Stationen unterweisen die stationseigenen Praxisanleiter die Auszubildenden.
Hebammenschule
In den insgesamt 1600 Theoriestunden der Hebammenschülerinnen geht es um Geburtshilfe,
Gynäkologie, Hygiene, Mikrobiologie und vieles mehr. Zu den 3000 Praxisstunden gehören
Einsätze auf verschiedenen Stationen (z.B. gynäkologisch-operative Station oder
Frühgeborenenstation) und im Kreißsaal.
Darüber hinaus arbeiten die Auszubildenden bei einer freiberuflichen Hebamme oder in
einem Geburtshaus mit, auch ein Praktikum im Ausland ist möglich.
Nach drei Jahren legen die Absolventen ein Examen als staatlich anerkannte
Hebamme/Entbindungspfleger ab.
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