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Weiterbildung zur "Fachkraft für operative und endoskopische Pflege"

Die Fachweiterbildung Operationsdienst existiert am Städtischen Klinikum Braunschweig gGmbH seit 1984. Mit dem Gesetz über Berufsbezeichnungen und die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen (Berufsbezeichnungs- WeiterbildungsG) vom 16. Dezember 1999 und der Verordnung über die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen vom 18. März 2002, zuletzt geändert am 07. Dezember 2006, erfolgte die Erweiterung zur "Weiterbildung zur Fachkraft für operative und endoskopische Pflege".

Zugangsvoraussetzungen

Zugang zur Weiterbildung für operative und endoskopische Pflege kann erhalten, wer berechtigt ist, die staatlich anerkannte Berufsbezeichnung Krankenschwester, Krankenpfleger, Kinderkrankenschwester, Kinderkrankenpfleger bzw. "Gesundheits- und Krankenpfleger/-in", Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in".zu führen.

Weiterbildungsziele

Die Weiterbildung soll zur Wahrnehmung der vielfältigen Aufgaben in den verschiedenen Fachgebieten der operativen und endoskopischen Pflege, Diagnostik und Therapie befähigen. Sie soll es ermöglichen, geschlechts- und altersspezifische, soziale und ethnologische Unterschiede der Personen, auf die sich die berufliche Tätigkeit bezieht, zu erfassen und zu berücksichtigen.

Inhalte der Weiterbildung

Innerhalb von zwei Jahren werden 720 Stunden Unterricht auf der Grundlage der oben genannten Verordnung angeboten.
Die Aufteilung der Stunden erfolgt in:

  • Allgemeine pflegerelevante Kenntnisse (160 U-Stunden)
  • Operative und endoskopische Pflege (380 U-Stunden)
  • Pflegerelevantes Grundwissen aus Bezugswissenschaften (180 U-Stunden)
Die pädagogische Haltung im Unterrichtsgeschehen richtet sich nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung, wie z.B.:
  • Aufgreifen und reflektieren der Praxiserfahrungen
  • Mitgestaltung am Unterricht
  • Kreative, ganzheitliche Lernformen und Lerngestaltung (z.B. Einzel- und Gruppenarbeiten, Diskussionen, teilnehmerzentriertes Unterrichtsgespräch, Rollenspiele, Referate, Vorträge, praktische Übungen)
  • Modulare Unterrichtsthemengestaltung

Abschluss der Weiterbildung

Mit Abschluss der Weiterbildung wird die geschützte Weiterbildungsbezeichnung "Fachkraft für operative und endoskopische Pflege" erworben.

Der Nachweis der berufspädagogischen Qualifikation zur Praxisanleitung nach dem Alten- und Krankenpflegegesetz (200 Stunden) gilt gemäß des Runderlasses des niedersächsischen Kultusministeriums zur Qualifikation der Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter nach dem Altenpflegegesetz und dem Krankenpflegegesetz (RdErl. D. MK v. 20.4.2005 - 45-80009/10/2/b-3/03 - VORIS 21064-, Punkt 1.1.7) mit Abschluss der Weiterbildung als erbracht.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Tätigkeitsbezeichnungen "Technischer Sterilisationsassistent" (Fachkunde 1), "Technischer Sterilisationsassistent im Endoskopiebereich" (Sachkunde Endoskopie) und die "Kenntnisse im Strahlenschutz für Pflegepersonal im Operations-/Funktionsdienst" zu erwerben bzw. zu aktualisieren.

Durchführung

Die Weiterbildung wird im Verbundsystem mit den folgenden Verbundhäusern angeboten:

  • Asklepios Harzkliniken GmbH
  • Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift (BS)
  • Klinikum der Stadt Wolfsburg
  • Klinikum Hildesheim GmbH
  • Klinikum Salzgitter GmbH
  • Klinikum Uelzen GmbH
  • Klinikum Wolfenbüttel gGmbH
  • Kreiskrankenhaus Gifhorn GmbH
  • Kreiskrankenhaus St. Marienberg (HE)
  • St. Vinzenz Krankenhaus (BS)
  • St. Elisabeth Krankenhaus (SZ-Bad)

Zeitlicher Rahmen

Die Weiterbildung dauert zwei Jahre und beinhaltet 720 Stunden theoretischen Unterricht und 14 Monate Praktika bei Vollzeitbeschäftigung. Sie wird als berufsbegleitender Lehrgang mit theoretischem und praktischem Unterricht (720 Stunden), sowie mit einer in den Lehrgang eingegliederten praktischen Mitarbeit in derzeitigen und künftigen Einsatzbereichen angeboten. Der Lehrgang beginnt mit einem 160 Stunden umfassenden Einführungsblock zweijährig im März. Danach werden überwiegend Einzelunterrichtstage à 8 Stunden angeboten. Der Nachweis des theoretischen Unterrichts und der Praktika sind obligates Zulassungskriterium für die staatlichen Abschlussprüfungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde.

Praktika (14 Monate):

  • 6 Monate in der Allgemein- und Abdominalchirurgie
  • 2 Monate in der Unfallchirurgie
  • 6 Monate in Abteilungen mit endoskopischen Eingriffen, davon ein Einsatz in der Gastroenterologie, sowie Einsätze in mindestens zwei weiteren Abteilungen (z. B. Urologie, Gynäkologie, Kardiologie).

Einsatzbereiche Endoskopie im Klinikum Braunschweig:

  • Endoskopieabteilung der medizinischen und chirurgischen Klinik (Standort Salzdahlumer Str., S 2)
  • Urologische Endoskopie (S 2)

Einsatzbereiche Operationsdienst im Klinikum Braunschweig:

  • Unfallchirurgische Klinik (Standort Holwedestr., S 1)
  • Abteilung für Plastische- und Handchirurgie (Standort Holwedestr., S 1)
  • Hals-, Nasen-, Ohrenklinik (Standort Holwedestr., S 1)
  • Chirurgische Klinik (Abdominalchirurgie, Kinderchirurgie, Urologie) (Standort Salzdahlumer Str., S 2)
  • Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Standort Salzdahlumer Str., S 2)
  • Neurochirurgische Klinik (Standort Salzdahlumer Str., S 2)
  • Augenklinik (Standort Salzdahlumer Str., S 2)
  • Frauenklinik (Standort Celler Str., S 3)
  • Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie (Standort Celler Str., S 3)

In jedem Bereich stehen den Weiterbildungsteilnehmenden fachweitergebildete Praxisanleiter und Mentoren bzw. qualifiziertes Fachpersonal für die praktische Anleitung vor Ort zur Verfügung. Die praktische Weiterbildung wird durch regelmäßige Praxisbesuche durch die pflegerische Leitung der Weiterbildung begleitet.

Zulässige Fehlzeiten:

  • 10 % in den Praktika
  • 10 % vom Unterricht

Leistungsnachweise/Prüfungen:

  • Bewertungen in den vorgeschriebenen Einsatzbereichen
  • Testate (praktisch/theoretisch)
  • Klausuren
  • Leistungsüberprüfung am Ende des ersten Weiterbildungsjahres (schriftlich/praktisch)
  • Referate bzw. Hausarbeit
  • Schriftliche Abschlussprüfung
  • Praktische Abschlussprüfung (OP und Endoskopie/Minimalinvasive Chirurgie)
  • Mündliche Abschlussprüfung

Die Ausstellung der Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung ist gebührenpflichtig.

Die Prüfungen für den "Technischen Sterilisationsassistenten", für den "Technischen Sterilisationsassistenten im Endoskopiebereich" und für die "Kenntnisse im Strahlenschutz für Pflegepersonal im Operations-/Funktionsdienst" sind ebenfalls gebührenpflichtig.

Lehrgangskosten: Auf Anfrage! (Bitte klären Sie eine eventuelle Kostenübernahme rechtzeitig mit dem Arbeitgeber.)

Für Nachfragen steht Ihnen gern zur Verfügung:

Petra Ebbeke
Leitung der Weiterbildung
Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH
Bildungszentrum
Fachweiterbildung für operative und endoskopische Pflege
Naumburgstr. 15 (Postadresse)
Naumburgstr. 2 (Büro)
38124 Braunschweig
Tel.:05 31/5 95 - 40 08
FAX: 05 31/5 95 - 41 01
p.ebbeke@klinikum-braunschweig.de

Sekretariat:

Tel.: 05 31/5 95 - 40 02 oder 40 03
FAX: 05 31/5 95 - 41 01
ifw@klinikum-braunschweig.de