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| Institut für klinische Transfusionsmedizin: EigenblutspendeWarum wird die Eigenblutspende durchgeführt? Die Eigenblutspende wird bei planbaren Operationen, bei denen erfahrungsgemäß in 10% und mehr Fällen eine Bluttransfusion notwendig ist, durchgeführt, um die Gabe von Fremdblut zu vermeiden. So können die bei einer Fremdbluttransfusion verbleibenden (Rest-) Risiken, wie die Übertragung von Infektionskrankheiten, Unverträglichkeitsreaktionen und die Beeinflussung des Immunsystems vermieden werden. Allgemeine Voraussetzungen der Eigenblutspende Patienten in gutem Allgemeinzustand sind in der Regel geeignet, sofern sie eine ausreichende Menge an roten Butkörperchen haben. Andere Patienten, besonders solche mit Herzerkrankungen, müssen sich von ihrem Internisten oder Hausarzt beraten lassen und Befunde des Kardiologen / Kardiochirurgen mitbringen. Ob der Patient für eine Eigenblutspende geeignet ist, muss letztendlich im Einzelfall vom entnehmenden Arzt anhand allgemeingültiger Kriterien durch Fragen zu Vor- und Begleitererkrankungen (Anamnese), einer körperlichen Untersuchung und labordiagnostischen Untersuchungen entschieden werden. Im Einzelnen benötigen wir folgende Informationen / Diagnosen (zur Beachtung der Ausschlusskriterien):
Wann ist eine Eigenblutspende allgemein nicht sinnvoll? Das Gesudheitsrisiko des Verfahrens darf nicht größer sein, als die Vorteile der Vermeidung von Fremdblut. Während einer Schwangerschaft und bei ernsthaften Erkrankungen sollte eine Eigenblutspende - außer in begründeten Einzelfällen - nicht vorgenommen werden (wie z. B. bei akuten Infektionskrankheiten (Gefahr der Verkeimung der Konserve), schwerer Herzschwäche, Angina pectoris, sehr hohem oder niedrigem Blutdruck, Bluterkrankungen, Bewusstseinsstörungen). Kinder unter 10 Jahren sollten ebenfalls kein Eigenblut spenden. Wie wird die Eigenblutspende durchgeführt? Über eine größere Armvene werden Ihnen im Normalfall in 2 oder mehr Sitzungen 450 ml Blut entnommen und zur Aufbewahrung in einen speziell präparierten Plastikbeutel geleitet. Die eigentliche Blutentnahmezeit beträgt 5 bis 10 Minuten. Nach Entfernung der Kanüle wird die Einstichstelle noch ca. 10 Minuten komprimiert, bis sie nicht mehr blutet. Anschließend wird die Einstichstelle mit einem Verband versorgt, den Sie etwa 2 Stunden nach der Spende entfernen können. Da der Körper Flüssigkeit (Volumen) verliert, trinken Sie bitte viel. Gegebenenfalls erhalten Sie gleichzeitig über eine Vene des anderen Arms eine Infusion mit einem Volumenersatzmittel der gleichen Menge. Für den Spender besteht keine Gefahr der Hepatitis- (Gelbsucht), oder HIV- (Aids) Infektionsübertragung durch das Entnahmematerial. Was geschieht mit der Eigenblutspende? Das von Ihnen entnommene Eigenblut wird zentrifugiert, d. h. es wird aufgetrennt in Blutplasma und Blutzellen und in Satellitenbeutel übergeleitet. Plasma wird schockgefroren und bei -30°C, die roten Blutzellen bei +4°C in speziellen Blutkühlschränken gelagert. Die Konserven werden zunächst in der Blutbank gelagert und kurz vor der Operaton dem OP-Team zur Verfügung gestellt. Bei Patienten, die nicht im Städtischen Klinikum Braunschweig operiert werden, müssen die Konserven unter Temperaturkontrolle - in der Regel von einem medizinischen Transportdienst zum jeweiligen Krankenhaus gebracht werden. Was ist besonders für die Eigenblutspende zu beachten?
Hat die Eigenblutspende nachteilige Folgen? Die Eigenblutspende ist risikoarm. Gelegentlich kann ein vorübergehendes Schwächegefühl auftreten, daher ist auch eine unmittelbare Teilnahme am Straßenverkehr nicht ratsam. Können nach der Spende Komplikationen auftreten? Möglich sind
Organisatorisches Da Blutkonserven einerseits nur begrenzt halthaltbar sind ,der Körper aber auch eine gewisse Zeit braucht, um die roten Blutkörperchen nachzubilden und den Verlust zu ersetzen, ist eine rechtzeitige Terminplanung erforderlich. Daher muss die Entscheidung zur Operation muss gefallen und der OP-Termin muss festgelegt sein. Nach Festlegen des Operationstermins benötigen wir von der operierenden Klinik eine Anforderung zur Herstellung von Eigenblutkonserven für Sie.Wenn Sie auswärts operiert werden und im Städtischen Klinikum Braunschweig Eigenblut spenden möchten, können wir der entsprechenden Klinik das Anforderungsformular zuschicken. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Tel.: 0531/595-3669 oder EMail: blutspendedienst@klinikum-braunschweig.de Frühestens 4 Wochen vor der Operation erfolgt die erste Konservenentnahme. Je nach Ausgangshämoglobinwert sind maximal 3 weitere Spenden im Abstand von einer Woche möglich. Die letzte Entnahme sollte ca. 1 Woche vor der Operation abgeschlossen sein. Durch die Blutspende wird die normale Blutneubildung besonders angeregt, die Einnahme eines Eisenpräparates unterstützt diesen Vorgang noch zusätzlich. Es besteht jedoch keine Garantie, dass die vorgesehene Anzahl von Konserven abgenommen werden kann. Trotz aller Maßnahmen ist nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass aus zwingender Notwendigkeit doch die Übertragung von Fremdblut erforderlich werden kann. Was geschieht, wenn das Eigenblut im Rahmen der Operation nicht benötigt wird? Da auch Eigenblutübertragungen nicht völlig risikolos sind, wird Ihnen das gespendete Blut bzw. Blutplasma nur bei dringender Notwendigkeit zurückübertragen. Es besteht kein Anspruch auf die Eigenblut-/Eigenplasmakonserven oder auf deren Transfusion. Ihr Blut wird aus Sícherheitsgründen unter keinen Umständen einem anderen Empfänger transfundiert. Nicht zur Eigenbluttransfusion verwandte Konserven müssen daher spätestens nach Ablauf der Haltbarkeit verworfen werden. Mögliche Komplikationen einer Rückübertragung von Eigenblut In der Regel wird die Rückübertragung von Eigenblut bzw. -plasma sehr gut vertragen.
Die genannten Risiken bestehen auch bei einer Übertragung von Fremdblut. Haftungsausschluss Das Städtische Klinikum Braunschweig haftet nicht bei Verfall der Konserven durch Verschiebung des OP-Termins, Beschädigung oder Verlust der Blut-/Plasmakonserven. Es besteht kein Anspruch auf eine Eigenblutentnahme; die letzte Entscheidung über díe Anzahl der zu entnehmenden Konserven obliegt dem Arzt der Blutspende. Sie können keinen Anspruch auf Ihr Eigenblut/-plasma erheben, falls es wider Erwarten nicht benötigt werden sollte oder Sie außerplanmäßig in einem anderen Krankenhaus operiert werden wollen oder müssen.Die Kosten Sofern durch Anreise oder Arbeitsausfall Kosten entstehen, die nicht von Ihrer Krankenkasse erstattet werden, müssen Sie diese Kosten selbst tragen. Bie Patienten des Städtischen Klinikums, die einer gesetzlichen Krankenkasse angehören, sind die Kosten für die Herstellungder Eigenblutkonserven im Rahmen der gesamten Behandlungskosten abgedeckt. Bei Patienten, die auswärts operiert werden, erfolgt in diesen Fällen eine Rechnungsstellung für die Herstellung der Eigenblutkonserven an das anfordernde Krankenhaus. Wir benötigen vorab eine Kostenübernahmeerklärung dafür von der anfordernden Klinik. Alle anderen Patienten, wie z.B. privat Versicherte, erhalten die Rechnung selbst. Wir empfehlen, die Kostenübernahme mit der privaten Krankenversicherung vorab zu klären. Falls kein Eigenblut gespendet werden kann Auch in diesem Falle ist für Sie gesorgt. Wir stellen immer ausreichend Blutkonserven für Ihre Operation bereit. Die Spender werden regelmäßig gesundheitlich überwacht, so dass dieses Blut entsprechend den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen die größtmögliche Sicherheit bietet. Sie haben noch Fragen zum Thema Eigenblutspende? Rufen Sie uns bitte unter folgender Telefonnummer an oder sen den Sie uns eine EMail. Nennen Sie uns bitte eine Telefonnummer, unter der wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können. |
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