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Medizinische Klinik IV: Sprach- und Schlucktherapie<BR><BR>Kommunikation trotz gestörter Sprache

Sprach- und Schlucktherapeuten beschäftigen sich im Bereich der Geriatrie hauptsächlich mit Menschen, die aufgrund von neurologischen Erkrankungen Einschränkungen in ihrer Sprache, in ihrem Sprechen, in ihrer Stimme und/oder in ihrem Schlucken erfahren haben.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt hierbei in der Optimierung der verbliebenen Kommunikationsressourcen, um alltägliche Verständigung mit anderen Menschen zu erhalten oder zu ermöglichen und Lebensqualität zurückzugeben. Neben der stationären Behandlung bieten wir auch ambulante Sprach- und Schlucktherapie an.

Unsere Therapiebereiche sind:

Aphasie-Therapie

  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten in Sprache und Schrift
  • Aufbau unterstützender Kommunikationshilfen wie z.B. Mimik, Gestik
  • Erarbeitung von Kommunikationsstrategien in Familie und sozialem Umfeld

Dysarthrophonie-Therapie

  • Präzisierung der Aussprache durch Atem- und Stimmtherapie sowie Optimierung der Sprechmuskulatur (Facio-Orale Therapie)
  • Einsatz alternativer Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Kommunikationstafeln und -bücher)

Therapie bei sprech- und buccofacialen Apraxien

  • Wahrnehmungstraining der mimischen und artikulatorischen Muskulatur
  • Anbahnung von facio-oralen Bewegungen zur Wiedererlangung der willkürlichen Mimik und Artikulation

Dysphagie-Therapie

  • Essensbegleitung und Hilfestellung bei Schluckstörungen durch kompensierende Maßnahmen
  • Optimierung der äußeren, das Schlucken beeinflussenden, Bedingungen
  • Individuelles Schlucktraining (z.B. Aufbau der am Schlucken beteiligten Muskulatur)
  • Beratung und Anleitung der Angehörigen

Therapie von Facialisparesen

  • Angleichung der Gesichtssymmetrie durch aktive und passive Bewegungen der mimischen Muskulatur
  • Anregung der Nervenaktivität durch unterschiedliche Stimulationsarten (z.B. thermo-taktil)

Angehörigenarbeit

  • ausführliche individuelle Aufklärung und Information
  • Einbeziehung in die Therapie
  • Beratung für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt