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Neurologie: Behandlungen

Behandlungsmethoden in der Neurologie

Die Behandlung von neurologischen Erkrankungen erfolgt in allen Bereichen nach nationalen und internationalen Standards. Mit überregionaler Stroke Unit und Neurologischer Intensivstation bestehen beste Möglichkeiten insbesondere auch in der Behandlung neurologisch schwerstkranker Patienten.

Für neuroradiologisch-interventionell zu behandelnde Patienten ist die Ausstattung und unmittelbare Nähe zum Institut für Röntgendiagnostik (Chefarzt Prof. Dr. Schörner, OA Dr. Sahl) von großem Vorteil.

Operativ zu behandelnde Patienten profitieren von der guten Kooperation zwischen Neurologie und Neurochirurgie (Chefarzt Prof. Dr. Sollmann). Beide Fächer führen eine gemeinsame Krankenstation.

Bei Tumorerkrankungen des Nervensystems kann auch eine Strahlentherapie und Chemotherapie erforderlich sein, weshalb eine weitere wichtige Kooperation mit der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie (Chefarzt Prof. Dr. Hoffmann) und mit der Medizinischen Klinik III: Onkologie und Hämatomologie (Chefarzt Prof. Dr. Lordick) besteht.

Die frühe rehabilitative Behandlung in unserer Klinik umfasst als Besonderheit einen eigenen neuropsychologischen Dienst (Prof. Dr. Kopp), Logopädie und Ergotherapie sowie fachlich neurologisch geleitete physikalische Therapie. Eine neurologische Reha-Klinik ist unsere Klinik aber nicht, weshalb zur rehabilitativen Weiterbehandlung eine Zusammenarbeit mit den regionalen Reha-Kliniken besteht.

Es bestehen besondere therapeutische Angebote bei neurogenen Bewegungsstörungen (z.B. Botox-Ambulanz; siehe auch Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft), spezieller Schmerztherapie, Schwindel-Erkrankungen, speziellen neuro-vaskulären Problemen (zertifizierte überregionale Stroke Unit), bei Multipler Sklerose (wir sind ein von der DMSG zertifiziertes MS-Zentrum; siehe auch Deutsche Multiple-Sklerose-Gesellschaft; DMSG), Epilepsie, Myasthenie (siehe auch Deutsche Myasthenie-Gesellschaft) und bei neurologisch bedingten Schlafstörungen (siehe Leistungsspektrum).

Im Rahmen innovativer Therapie-Studien wurden / werden Patienten nach folgenden Therapieprotokollen behandelt:

MS:

  • TYGRIS-Studie (OA Dr. Sieke)
    Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit des neuen MS-Medikamentes Natalizumab bei Patienten mit MS

Bewegungsstörungen:

  • GeNE Move-Projekt (BMFT) (OA Dr. Weiland)
    Das Deutsche Netzwerk für erbliche Bewegungsstörungen (German Network of Hereditary Movement Disorders, GeNeMove) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt.
    Die klinische und wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der seltenen erblichen Bewegungsstörungen in Deutschland soll im Rahmen von GeNeMove koordiniert werden. GeNeMove will die Kooperation der einzelnen deutschen Fachzentren verbessern. Standardisierte Krankheitsdokumentationen sollen eingeführt und Diagnostik- und Therapieleitlinien entworfen werden. Durch die Zusammenarbeit können auch bei den seltenen erblichen Bewegungsstörungen größere Patientenzahlen beobachtet werden, um so den natürlichen Verlauf der Erkrankungen standardisiert beobachten und auch therapeutische Studien durchführen zu können. Weitere genetische Untersuchungen sollen klären helfen, warum es trotz oftmals bekannter genetischer Veränderung zu einer unterschiedlichen Ausprägung der Erkrankung kommt. Hierzu gibt es eine zentrale Genbank, an der auch die genetische Diagnostik der Patienten durchgeführt wird.