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2011: SURVIVAL³- Verkehrssicherheitstage für 170 Schülerinnen und Schüler in der Welfenakademie Braunschweig

Hier können Sie den Videoclip der Veranstaltungs-Reihe SURVIVAL³ sehen
Die Veranstaltungs-Reihe mit dem Titel "SURVIVAL – Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen" wurde von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik des Klinikums Braunschweig, konzipiert. Ziel ist es, durch frühzeitige Aufklärung Verkehrsunfälle vermeiden zu helfen, die für die Betroffenen und ihre Familien oft schwerwiegende und dramatische Folgen haben können. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus Braunschweig und Sickte sollten bei der Veranstaltung am 25. August lernen, was sie selbst dazu beitragen können um ihre Sicherheit zu erhöhen.
Mit eindrucksvollen Kurzfilmen und Anschauungsmaterialien wurden die Schüler der sechsten Klassen von Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann und der Polizei Braunschweig begrüßt.

Die Organisatoren haben sieben interaktive Stationen vorbereitet, an denen die Kinder in Kleingruppen selbst aktiv werden konnten. So erlebten sie z. B. an einem echten LKW, dass sich im toten Winkel eine ganze Schulklasse verstecken kann. Der ADAC baute einen Fahrradparcour auf, an dem die Kinder verschiedene Geschicklichkeits-Übungen bewältigten. Außerdem lernten sie, wie lang ein Bremsweg ist. Bundesligakämpfer des Braunschweiger Judoklubs boten ein Fall- und Sturztraining an und zeigten, dass ein Sturz durch das richtige Fallen gar nicht schlimm ausgehen muss.
Rettungsdienstpersonal erläuterte wie ein Rettungswagen ausgestattet ist und welche Maßnahmen am Unfallort ergriffen werden. Mit den Ärzten der Neurochirurgischen Klinik konnten die Kinder, ausgerüstet mit OP-Hauben, Masken und OP-Instrumente, am Testpatienten - einer Kokosnuss - eine Kopfoperation simulieren. Mit großem Eifer und unterschiedlichen handwerklichen Geschick, versuchten die begeisterten Operateure, das Leben der Kokosnuss zu retten.

Die von den Schülern mit der besten Note 1,1 bewertete Station, war die des Eier-Crashtests. Getestet wurde wie gut ein Ei beim Fallen mit und ohne Helm geschützt wird. Die Messstange mit blutroten und tödlich schwarzen Golfbällen für die Markierung der kritischen Abwurfpunkte und die Trittleiter forderten sogar zu einer Überschreitung der geplanten Wurfhöhen auf bis zu 2,50 Meter heraus, und auch hier boten die kleinen Helmchen noch einen recht guten Aufprallschutz. Nur bei wenigen lagen kleine Einrisse in der Eierschale vor und in Ausnahmefällen bei schrägem Auftreffen der Helme Zerquetschungen des Eis.
Man konnte also im Modell zwischen einem nicht verschobenen Schädelbruch, der durchaus überlebt werden kann, und einer tödlichen Hirnquetschung unterscheiden. Denn bei allem Spaß und Unterhaltung war die Botschaft des Trainings für die Schüler deutlich: Ein Fahrradhelm kann ihr Leben retten!
Mit der Zusicherung von jeweils 5.000 Euro für 2012 und 2013 von der Stiftung Braunschweiger Land kann das Projekt SURVIVAL auch in den nächsten Jahren durchgeführt werden. "Wir möchten Kinder unterstützen, damit Sie Risiken im Straßenverkehr erkennen und sich angemessen verhalten", begründet Sarah Hinrichs das Engagement der Stiftung. Unterstützt wird das Projekt zudem von der Welfenakademie, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., der Polizei Braunschweig, der Spedition Wandt, die Kinder - Unfallhilfe, dem Braunschweiger Judo-Club, der Lebenshilfe Braunschweig (Rad-Spezial) und dem Arbeiter Samariter - Bund.
Im Sommer 2012 ist die vierte Veranstaltung geplant.


